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bisher darauf angewiesen, an der deutschen Kirche eine Stutje zu suchen. Als Reflex dieser politischen Lage in der Grafschaft Holland erscheinen die Falschungen der C-Gruppe; wahrscheinlich sind sie wahrend der Abwesenheit des Grafen Florens III., der im Frühjahr 1176 dem Kaiser nach Italien zugezogen war, mit Vorwissen des Propstes Balduin angefertigt worden. Ihr Zweck war, die Errungenschaften der hollahdischen Territorialpolitik, die man in engem AnschluB an die antikuriale Politik des Kaisers davongetragen hatte, gegen die Wirkungen des seit 1175 sich vorbereitenden Umschwungs zu schügen.

Zur Kennzeichnung des Propstes Balduin darf man auch auf sein Siegel verweisen, das an den Urkunden Brom 461 (1169) und Brom 485 (1176) vorkommt. Zu einer Zeit, wo' die andern nordniederlahdischen Pröpste überhaupt noch kein Siegel führen, zeigt es ihn mit Palmzweig und Buch auf einem Stuhle sigend, so daB sich sein Bild also nur durch das Attribut des Palmzweiges von dem eines Bischofs unterscheidet.

Ist unser Ansatj der C-Faischungen zu 1176/77 richtig, so stehen sie vielleicht auch mit der vierjahrigen Vakanz der Abtei nach dem Tode des Abtes Wibold (26. Sept. 1176; vgl. BMHG XXXV S. 57) irgendwie im Zusammenhang. DaB gerade in diesen Jahren nühere Beziehungen zum Kloster Blandigny bestanden, aus dem ja der Sigbert C stammt, zeigt die Wahl des Genter Mönches Lambert zum Abt von Egmond im Jahre 1180.

Auch die Beweggründe, aus denen die Falschungen der F-Gruppe hervorgegangen sind, können wir nur würdigen, wenn wir uns die politischen Umstünde klar machen, in denen die Grafschaft Holland wahrend der Jahre 1213—1215 verkehrte.

Wie im zweiten Teil ausführlicher darzulegen ist, wurde, um sie seit dem Tode Dietrichs VII. (Nov. 1203) von Graf Ludwig von Looz, der mit Dietrichs Tochter Ada vermahlt I war, und Graf Wilhelm von Friesland, Dietrichs Bruder, 1 gestritten. Im Oktober 1206 war die Grafschaft in einem

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