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gehört habe, wenn dieser es nicht überzeugend beweise. Der Graf erbot sich mit zweien seiner Edeln diesen Beweis Lzu führen. Vor ihm wich Vogt Wilhelm, und es erging das Urteil, der Graf sei zu vollem und ganzem Recht Vogt der Egmonder Kirche. Der Graf forderte nun 500 Pfund Schadenersatj für die Egmonder Kirche von Vogt Wilhelm. Dieser wandte sich an alle Edeln des Landes und suchte in Gemeinschaft mit ihnen den Grafen zu bewegen, die Höhe des Schadenersaèes arbitrar zu bestimmen. Der Abt machte Schwierigkeiten, ohne vorherige Beratung mit den vom apostolischen Stuhl ernannten Richtern diesem Vorschlag zuzustimmen. SchlieBlich aber machten die Verwandten des Vogtes Eindruck auf den Grafen durch ihre Vorstellung, daB er ihrer Dienste bedürfe, weil der Krieg gegen Graf Lüdwig von Looz noch nicht zu Ende sei. So kam der grüfliche Schiedsspruch zustande, der in der Urkunde vom 28. August 1215 OB I 247 vorliegt.

Es handelt sich in ihr um die Vogtei und das Recht zwischen Aremersweet und Winnemersweet, mit Ausnahme des Lehens Wilhelms von Egmond, um die Halfte des Kirchweihzolles und um ein Drittel des Zolles zu Alkmaar, welches besagter Wilhelm für eine Pachtsumme von zwei Pfund hollandisch innehat. Zwei dieser drei Streitpunkte, die Gerichtsbarkeit zwischen Winnemersweet und Arem und der Zoll zu Alkmaar, gehören zu den Bestandteilen des \ Grafenregisters und der Urkunde OB I 89, die der Falscher C 'nachweisbar zu dem aus dem Evangelientext entnommenen Material hinzugefügt hat. Daraus hat Pols mit vollem Recht den SchluB gezogen, daB die unechte Urkunde OB I 89 bei den Verhandlungen von 1215 eine Rolle gespielt hat.

In der Tat bietet sie für dep vom Grafen angebotenen Beweis, daB seine Vorfahren die Egmonder Kirche gegründet und ausgestattet haften, die denkbar beste Stüge. Aber sie ist nicht, wie Pols angenommen hat, erst damals entstanden, sondern schon um 1176.

Offenbar erst für den Rechtsstreit von 1215 aber ist eine andere Falschung angefertigt worden, die Urkunde von 1174

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