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OB I 149, welche ein Urteil des Grafen Florens BI. und seiner Mannen enthalt, daB der Graf der alleinige rechtmaBige Vogt von Egmond sei, und bestimmt, daB Graf und Abt gemeinschaftlich den Vogt in minoribus bestellen sollen, der die Vogtei nicht als Lehn, sondern als Amtsauftrag (ex condicto) so lange innehaben solle, wie es dem Abt und dem Grafen nütdich scheinen würde. Das ist genau das, was dem Abt von Vogt Wilhelm bestritten wurde.

Die Fortschritte der landesherrlichen Kirchenvogtei, deren sich insbesondere die Falschung OB I 149 annimmt, werden einige Jahre spater sichtbar; in einer Urkunde des Grafen Florens IV. für die Abtei ter Does vom 7. Mai 1226 (OB I 297) liest man: Ego Florentius Hollandie comes, qui omnium ecclesiarum in terra mea constitutarum et specialiter ecclesie de Thozan gubemator esse teneor et defensor.

Damit haben wir für die Entstehungszeit und Tendenz der von F Fj herrührenden Falschungen einen festen Anhaltspunkt gewonnen. Die Falscher sind Anhahger des Grafen Wilhelm L und arbeiten gegen die Anhanger der bisherigen Regierung, der Grafin-Witwe Aleidis.

Unter diesem Gesichtspunkt werden die Behauptungen des F-Textes und der Falschung OB I 143 über die Kirche von Vlaardingen alsbald verstandlich. Diese Kirche sollte für das Kloster zurückgewonnen werden, offenbar aus den Hünden eines Anhangers der Aleidis, der sie als Rechtsnachfolger eines graflichen Kaplans innehatte.

Zugleich aber ist die Absicht der Falscher darauf gerichter, das Lehnsverhaltnis der Grafschaft Holland zum Bistum Utrecht herzustellen. Das verrat sich an verschiedenen Stellen des F-Textes. Zu 1143 berichtet er von Bischof Hartbert und Graf Dietrich VI.: Quem (comitem episcopus) ad hoe pontificali auctoritate per bannum perduxit, ut discalciatus ad genus ipsius procideret et indulgentiam petens emendationem promitteret. Zu 1159 hören wir: Episcopus (Godefridus) imploravit auxilium comitis Holtlandensis Florentii monens eum, ut memor fidei et hominii sui adiutor ei in oportunitatibus existeret. Und zu 1202 findet sich über die

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