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erworben worden und aus dessen Besife in die Breslauer Stadtbibhothek gelangt. Vgl. Pertz, MG. SS. XVI 443 und von Richthof en a. a. O. S. 163. In ihr ist ein Teil der Chronik (bis 1144) nebst einer ihr vorangehenden Aufzeichnung, die aus vier annalistischen Notizen' zu 863, 867, 878 und 985 sowie aus einer Liste der Grafen und Grafurnen von Holland und der Abte von Egmond besteht (gedruckt SS. XVI 443), von einer Hand geschrieben, die nicht, wie von Richthofen angibt „wohl der Mitte des 13. Jahrhunderts" angehört, sondern mit Pertj dem 14. Jahrhundert zuzuweisen ist. Eine dritte Handschrift, jefet in der Kgl. Bibliothek zu Brussel, gehört frühestens dem Ende des 14. Jahrhunderts an.

Zur Bestimmung der Abfassungszeit der Chronik kann die in der Breslauer Handschrift ihr vorangehende Regentenliste dienen. Sie nennt als legten Grafen den römischen König Wilhelm (f 1256 Jan. 28), als lefete Grafin Elisabeth (von Braunschweig), mit der er sich im Januar 1252 vermühlt hatte, als le&ten Abt von Egmond Nikolaus (1263—1269). Die Endpunkte der Liste fallen also zeitlich auseinander; offenbar ist der Name des Abtes Nikolaus in der Origmalhandschrift nachtraglich hinzugeset}t worden. Sein Vorgünger Lubbertus II., dessen Name in unserer Handschrift zu Hilbertus verderbt ist, kommt urkundlich zuerst 1242 vor (OB I 390). Unter seiner Regierung ist also die Chronik zwischen 1252 und 1255 verfaBt worden.

Hauptquelle der Chronik sind, wie schon bemerkt, die , Egmonder Annalen. Von 1122 ab ist sie nichts als eine stark I verkürzte Wiederholung der Annalen. Weggelassen sind die Nachrichten über elementare Ereignisse, die noveUistischen Abschnitte zu 1137, 1152, 1158, der lange Bericht über die Einnahme von Askalon 1153, die ausführlichen reichsannalistischen Partieen zu 1164 und 1167, wahrend der Bericht von der Geburt des monströsen Lammes in Egmond mit den anschlieBenden Betrachtungen übernommen ist. Der Chronist hat somit die Annalen zu einer spezifisch hollaridischen Chronik zusammengestrichen. Hinzugefügt hat er dem in den Annalen vorliegenden Text von 1122 ab nuran

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