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No. 26") a) Eine annalistische Aufzeichnung zum Jahre 900, in der Ratbod sich als Schreiber nennt b) eine von ihm selbst verfaBte Grabschrift in Versen und zwei andere offenbar gleichfalls von ihm herrührende kurze Gedichte.

Für die Frage, in welchem Umfang dieser Bestand auf Ratbods Kopiar zurückzuführen ist, sind die in A vorkomhienden Überschriften erheblich. Über No. 1 liest man: Commemoratio de rebus sancte Traiectensis ecclesie, que olim a regibus et ab aliis doniini nostri Iesu Christi fidelibus eidem ecclesie tradite sunt.

Diese Überschrift ist.in den andem Kopiaren der Utrechter Domkirche, dem Liber donauonum des 12. Jahrhunderts (D) und den aus ihm abgeleiteten jüngeren Codices B, C, L und H (vgl. den Stammbaum der Überlieferung bei Muller S. LXXXII) abweichend überliefert; in ihnen fehlen die Worte „et ab aliis". Muller halt sie (S. XII Anm. 3) für einen Zusat> von A zu Ratbods Text, so daB sich also die Überschrift in ihrer urprünglichen Fassung nur auf Königsurkunden bezogen hatte.

Das ist schon deshalb nicht annehmbar, weil ja die Urkunden No. 1 und 2 gar keine Königsurkunden sind. Wir haben also an dem in A überlieferten Wortlaut der Überschrift festzuhaiten. Sie gehört zusammen mit einer zweiten, die sich über der Güterliste No. 23 hndet: Commemoratio de rebus sancti Martini Traiectensis ecclesie que iam olim ibidem a fidelibus tradite sunt, und mit den Kopftiteln der einzelnen Urkunden. Solche Kopftitel haben nur die beiden Hausmeierurkunden, ferner No. 19—22 sowie das Diplom Zwentibolds No. 24, aber auch die drei Gedichte unter No. 26 b. Daraus ergibt sich folgender Tatbestand.

Das Kopiar Ratbods war dreiteilig angelegt und enthielt bereits die Überschriften und Kopftitel, welch legtere aber

J) Abschnitt 26 ist von der Annalenhand G geschrieben (oben S. 4). Doch ist er nicht ein Zusafe von C, sondern von ihm aus A abgeschrieben, denn er findet sich auch im Liber donaüonum (D), der vor C aus RA schöpfte.

Oppermann, Untersuchungen zur nordniederlandischen Geschichte. 12

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