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sentia reverendi episcopi Praenestinae civitatis, sanctae etiam Romanae sedis legati, domni videlicet Cononis, cuius etiam sanctitatem imploravimus, quatinus hanc mutuam commutationem — sua auctoritate et privilegie- suo corroboraret et omnes... quicumque praedictum alodium ... invaserint... sententia anathematis ... damnaret (de Smet, Corpus chronicorüm Flandriae II S. 752 f.).

An weiB en Lederriemchen hangende Siegel haben zwei Urkunden des Herzogs Gottfried von Lothringen von 1110 und 1125, die bei Marneffe, Cartulaire d'Afflighem (1894) S. 34 No. XVIII und S. 66 No. XXXVIII gedruckt sind, nach dessen Angabe, sowie zwei Urkunden des Bischofs Burkhard von Cambrai von 1117 ebenda S. 45 ff. No. XXV und XXVI.

Auf den EinfluB flandrischen Brauches ist es zurückzuführen, daB von zwei Urkunden des Bischofs Godebald von Utrecht (1114—1127) für St Bavo zu Gent, die gleichhandig, also wohl vom Empfanger geschrieben sind, die eine mit an Pergamentstreifen an hangen dem Siegel versehen ist; das Siegel der andern ist aufgedrückt (OB I 114 = Brom 273; Sloet 222 = Brom 319; Original e im Staatsarchiv zu Gent).

Mit Harigesiegein versehen ist der Vertrag des Abtes Gerhard von Echternach mit Graf Dietrich VI. von Holland von 1156 OB I 134. Das beweist aber, da die Urkunde eine Echternacher Ausfertigung darsteüt, nichts für den in Holland üblichen Brauch; in Oberlothringen haben sich Hangesiegel von Frankreich her schon in den 1130er Jahr en eingebürgert VgL Bresslau, Handbuch der Urkundenlehre (1889) S. 954. Die durch Chirographierung mit OB I 134 verbundene Urkunde des Grafen Dietrich VL von Holland OB I 133 kündigt nur ein Siegel an; wie es befestigt war, bleibt in Ermangelung des Originals ungewiB.

An den Urkunden der Bischöfe von Utrecht begegnen, von dem oben erörterten flandrischen Fall abgesehen, anhangende Siegel' erst unter Bischof Gottfried (1156—1178). Seit 1168 sind sie auch an einigen hollandischen Grafenurkunden bezeugt, aber ohne daB daraus ein SchluB auf den Brauch der graflichen Kanzlei gezogen werden kann. Denn

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