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sie erwahnt als magna littera domini Ottonis Hollandensis quondam Traiectensis episcopi, in qua pendebant sigilla conventualium ecclesiarum. Doch können es nicht die Siegel der Utrechter Kapitelkirchen, sondern nur die der als Zeugen genannten Pralaten gewesen sein. DaB diese Besiegelung in Brom 977 nicht angekündigt ist, bedeutet einen neuen Einwand gegen die Echtheit des Stückes.

Ebenso unmöglich nach Form und Inhalt ist die Bestatigungsurkunde des Domkapitels Brom 978 = Beilage 6, die in dem Vidimus von 1289 gleichfalls erwahnt wird.

Noch nSher zu AnlaB und Entstehungszeit der Falschungen führt uns die Urkunde vom 2. Okt. 1287 Brom 2233. In dieser sagt der Elekt, die St. Marienkirche zu Staveren sei auf dem Grund und Boden des Klosters gelegen und dessen volles Eigentum, wenn auch die Bürger das Gewohnheitsrecht natten, eine persona saecularis zu prasentieren, der vom Abt die Seelsorge übertragen werde. Da es aber infolge politischer Wirren unter der Bürgerschaft zu einer Prüsentation nicht gekommen sei, soüten die vom Abt angewiesenen Mönche oder Kapiane den Gottesdienst in der Marienkirche wahrnehmen. Diese Verfügung geschieht unter Bezugnahme auf die Andreas-Urkunde und deren Bestütigungen durch des Elekten Vorganger Otto und Heinrich, die conventuaüum ecclesiarum civitatis Traiectensis adhibito cpnsilio erfolgt seien.

Von Bischof Heinrich besigen wir eine Urkunde dieses Inhalts freilich nicht; aber seine Urkunde vom 23. Okt. 1262, Brom 1504, gibt doch über den AnlaB, der zur Herstellung der Falschungen geführt hat, entscheidende Auskunft. Sie übertragt dem Abt und Prior des Klosters zu Staveren und den vom Abt anzuweisenden Mönchen die Seelsorge in der Pfarrkirche dieses Ortes quoadusque in lite presenti dicta parochialis ecclesia fuerit.

Unter Bischof Heinrich I., der seit 1250 regierte, war also das Kloster mit der Bürgerschaft über die Pfarrkirche in Streit geraten, nachdem sich das erstere noch im August 1245 durch zwei papstliche Privilegiën, Colmjon 71 und die echte Vorlage von Colmjon 73, seinen Besitj hatte bestatigen lassen,

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