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sint liberi, ita ut eos botthingis nemo considere et eos ibi iurisdictione stare de cetero possit coarctare.

Das friesische Botding begegnet im friesischen Rüstringer Text der Siebzehn Küren, dessen Handschrift zu Beginn des 14. Jahrhunderts angesetjt wird. Vgl. v. Richthofen, Friesische Rechtsquellen (1840) S. XHI und 19. Der lateinische Text hat eine den Worten „ni nen bodthing firor sitta" entsprechende Stelle nicht. DaB schon der lateinische Text und dann auch alle spateren durch eingeschobene Glossen erweitert wurden, hat Hooft van Iddekinge (oben S. 213 Anm. 1) S. 176 ff. deutlich gemacht. Die anderen friesischen Texte der Siebzehn Küren, der Emsiger und der Hunsigoer, kennen das Botding nicht. Eingehend befaBt sich mit ihm das Westerlauwersche Schulzenrecht des 14. Jahrhunderts bei v. Richthofen 390 ff.

Über die Botdinge in Holland, Friesland und Drenthe handelt Fockema Andreae im Rechtsgeleerd Magazijn II (1883) S. 430 ff., wiederholt in s'einen Bijdragen tot de Nederlandsche rechtsgeschiedenis V (1914) S. lff. Wie er dartut, bedeutet „botding" eine an die landesherrliche Gewalt in bestimmten Terminen — jahrlich, zweimal oder einmal in sieben Jahren — zu entrichtende Steuer, ebenso aber auch das Gericht, in dem diese Steuer bezahlt werden muBte. Dies ist aber, wie die Brandenburger Urkunden von 1170 und 1209 zeigen, schon eine spatere Entwicklung; ursprünglich werden kraft der Botding-Gewalt Dienste für die Landesverteidigung gefordert. Von den Belegstellen, die Fockema Andreae beibringt, ist denn auch das Leidener Botding von 1266 (OB II 151) die alteste. Wir können sie erganzen durch das Dienstrecht aus dem Urbar des Egmonder Liber s. Adalberti (oben S. 85f., 109), das 50 Jahre alter ist. Aber auch hier ist i „buttink" nichts als eine Steuer, eine dem comes terre zu 1 entrichtende pensio. Steuerpflichtig sind die Ministerialen der Egmonder Kirche inter Casterkemmerzant et Gheerdenweghe, die ihr Gut te huerware besigen und das buttink, obwohl es dem Grafen zusteht, dem villicus der Egmonder Kirche zu Aagtenkerk zahlen.

Oppermann, Untersuchungen zur nordniederiandischen Geschichte.

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