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von Brügge). Gomarus erscheint neben ihm 1093 als canonicus von St Donatian und grafUcher Kaplan, 1102 als cancellarius (unten S. 238).

Mit dieser Kenntnis gewappnet treten wir wieder an die Urkunden No. 2 und 5 heran. In No. 5 erklart Bischof Ratbod, hoe nostri huis et potestatis canonicis s. Donatiani Brugensis ecclesie me concessisse consensu et consilio persone ecclesie s. Marie que est in burgo Brugensi et clericorum meorum, ut quicumque de parrochia ecclesie eiusdem s. Marie in atrio s. Donatiani pro societate fraternitatis sepeliri voluerit, eum suscipiant Callewaert (a. a. O. S. 401) trëgt Bedenken, diese Pfarrkirche von St Marien mit der 1001 zur Stiftskirche umgewandelten gleichzusegen; er deutet sie vielmehr auf die Kirche St Donatian selbst, die in den Urkunden No. 1,3 und 4 als sub honore dei genitricis Marie sanctique ... Donatiani constructa bezeichnet wird; die Stiftskirche St Marien liege nicht innerhalb, sondern auBerhalb der UmwaUung; das Privileg Paschalis' R. von 1105, Jaffé 6021, bezeichne sie als parochialis ecclesia s. Mariae, quae apud Brugense oppidum est Die Urkunden No. 1 und 4 haben wir als unecht erkannt, und nicht besser ist es, wie sich zeigen wird, um No. 3 bestellt. Als hurgus aber kann das südüche Suburbium von Brügge, das noch spater auch vetus burgus hieB, im Jahre 1089 sehr wohl bezeichnet worden sein. Wir vermogen somit in der Marienkirche, um die es sich in No. 5 handelt keine andere als die spatere Stiftskirche zu erkennen und halten gerade deshalb die Urkunde für echt Sie ist auf Betreiben des Kanonikus Bertulf von St. Donatian, Inhabers der Marienkirche, gleichzeitig mit der echten Vorlage von No. 4, die wir 4A nennen, ausgestellt.

Gegen die Urkunde No. 2, nach welcher Bischof Ratbod das atrium s. Donatiani geweiht hat in sepulturam fideüum, canonicorum quidem omnium eiusdem loei absque conditione. parrochianorum autem s. Salvatoris et s. Marie si in supradicto atrio sepeliri voluerint, erhebt sich, nachdem No. 5 als echt erkannt ist, nicht das geringste Bedenken.

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