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en klauwzeer door tijdige enting met specifieke stoffen in geïnfecteerde veebeslagen kon worden verhinderd."

Het sterftecijfer zou toch nog beneden de door vele veeartsen vermelde cijfers van 0.5 % blijven, indien de dieren slechts tijdig zouden zijn ingespoten.

Hieronder volgt het bovenbedoelde „Merkblatt".

MERKBLATT über eine „Notimpfung gegen die bósartige Maul- und Klauenseuche".

Ausgearbeitet im Auftrage des Staatsministeriums des Innern von der Bayerischen Veterinarpolizeilichen Anstalt.

Der bösartige Ausgang der Maul- und Klauenseuche kann durch rechtzeitige Impfung mit spezifischen Stoffen in infizierten Bestanden verhindert werden.

In Ermangelung der entsprechenden Mengen des Löfflerschen Serums wird die Impfung mit Blut oder Serum von Seuchentieren, die seit 7-,4 Tagen abgeheilt sind, empfohlen; derartige Impfungen sind nunmehr in der Praxis mit bestem Erfolg durchgeprüft worden.

Blutimpfung aller Tiere des frisch infizierten Bestandes.

1 Das Blut verseuchter Tiere wird in Mengen von 3-4 Litern in Töpfen, die mit kochendem Wasser gereinigt sind, aufgefangen (es soll rasch ausflieszen; Schnepper; weite Aderlasznadel) und durch genügend langes Schlagen mit einem frisch geschnitzten Holzstab defibriniert werden. Hat man es mit Hilfe eines frisch gebügelten Seihtuches und eines Trichters in reine desinnz.erte Flaschen eingefüllt, so ist der Impfstoff gebrauchsfertig. Er halt sich kühl und dunkel' aufbewahrt,11 -. j, Tage. Eine Bereitungauf Vorrat und langere Aufbewahrung sind nicht zu empfehlen

Das denbnnierte Blut wird Rindern (auch Kalbern) in Mengen von 100-400 ccm. je nach Grosze des T.eres und dessen Krarikheitszustand an 1-4 Impfstellen am Halse oder vor oder h.nter der Schulter eingeimpft (möglichst weite Kanülen). Bereits fiebernde Tiere erhalten höhere Dosen als nichtfiebernde.

Das Blut hat heilende und zum Teil auch vorbeugende Wirkung. Leider ist die Dauer l«*erer nur genng. Besteht nach etwa vier Wochen die Infektionsgefahr weiter, so konnten deshalb die nur m.t Blut oder Blutserum geimpften Tiere, soweit sie die Seuche nicht durchgemacht haben, doch noch erkranken.

Virusimpfung der noch nicht fiebernden Tiere des Seuchenbestandes.

„ ± In friSch infizierten Bestanden empfehlt es sich deshalb, auszer der Blutimpfung nach 1 alle Tiere, die noch nicht fiebern, zu infizieren.

Die Infektion geschieht durch Aphtheninhalt oder Speichel der frisch erkrankten Tiere desselben Stalles Das Virus wird auf übliche Weise (s.Zwick und Fröhner, Hutyra und Marek, den Tieren nach Aufrauhen der Schleimhaut aufs Flotzmaul oder ins Maul gestrichen oder man impft m. der Lanzette oder der Impfnadel am Flotzmaul in die Haut oder zieht impragnierte Faden unter die Haut der Ohren, des Schwanzes oder des Flotzmauls.

Die Tiere erkranken hierauf an Maul- und Klauenseuche, machen sie aber gutartig durch. B,sher ,st bei einer groszen Anzahl von Impflingen kein Verlust zu verzeichnen gewesen, wahrend m gle.chen Stallungen stehende, gleichgefahrdete Kontrollrinder zu etwa ,5 «/o neien oder notgeschlachtet werden muszten. fi

Maszregeln in bereits stark und langere Zeit verseuchten Bestanden.

3. Auch in bereits stark und langer verseuchten Bestanden kann durch die Blutimpfung (Nr 1) der bósartige Veriauf gemildert werden. Auszerdem kann man durch Aderlasse in Verbindung mit Kochsakinfusionen bei schwer erkrankten Rindern den bösartigen Veriauf noch in v.elen Fallen vermeiden.

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