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Der Verfasser der nach Form und Inhalt gleich ausgezeichneten Jatakamala ist in Indien völlig vergessen, in Europa noch wenig bekannt. Seinen Namen kennen wir nur durch die am Ende der Hss. vorkommende Angabe krtir iyam Arya-^ürapadanam. Da in dieser Form die Unterschrift kaum von (Jura selbst herriihren kann und sie deshalb zu einigem Zweifel Veranlassung geben könnte, ist es als ein glücklicher Umstand zu betrachten, dass die thatsachliche Richtigkeit der Angabe in den Hss. von anderer Seite bestatigt wird. Die Subhasitavali des Vallabhadeva enthalt n&mlich eine dem Bhadanta (Jura entnommene Strophe papam samacarati u.s.w. (s. Peterson, Actes du 6e Congrès des Orientalistes 3, 1885, p. 432) und diese Strophe kommt in der That in der Jataka-mala vor. Es'ist St. 18 der 11. Erzahlung, des (Jakra-jataka, undlautetvollstandigwiefolgt: papam samacarati vïtaghrno jaghanyah prapyapadam saghrna eva tu madhyabuddhih |

pranatyaye 'pi tu na sadhujanah svavrttim velam samudra iva langhayitum samarthah || Die Nachrichten, die uns über den vortrefflichen buddhistischen Dichter zu Gebote stehen, sind ausserst dürftig. Wo bei Taranatha in dessen Geschichte des Buddhismus der Name (Jüra vorkommt (5. 90. 136. 140. 181. 204), kann nicht überall dieselbe Person gemeint sein, doch darf man mit Zuversicht in dem «Dichter (Jura», dessen Verdienst bei Taranatha 181 riihmlichst hervorgehoben wird, den Verfasser der Jataka-mala erkennen. Es wird dort erzahlt, dass Dharmakïrti, der beriihmte Logiker, auf die Frage eines gewissen Königs, wer er sei, antwortete:

An Weisheit ein Dignaga, an Reinheit der Sprache ein Candragomin, In der von dem Dichter (Jüra stammenden Metrik erfahren,

Wer bin ich anders als der Besieger aller Gegenden.

Hieraus ist ersichtlich, wie berühmt £üra als Metriker war. Vielleicht hat er auch ein Lehrbuch der Metrik verfasst, doch ist letztere Annahme ganz überflüssig, da schon in der Jataka-mala zur Gentige die ausserordentüche metrische Gewandtheit des (Jura zu Tage tritt. Die Zahl der in diesem Werke mit grosser Geschicklichkeit angewandten Metra ist nicht weniger als 31.

Aus jener dem Dharmakïrti in den Mund gelegten Strophe geht ferner hervor, dass (Jüra vor Dharmakïrti lebte oder wenigstens in der Zeit des

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