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Schmidt, P. w.: Ueber das Verhaltniss der melanesischen Sprachen zu den polynesischen und untereinander (Sitzungsber. d. kais. Akademie d. Wissensch. in Wien, phil.hist. CL, Band CXLI, 1899).

Der Vei fasser dieser Abhandlung hat es sich zur Hauptaufgabe gestellt, den Nachweis zu liefern, dass die melanesischen Sprachen, wozu einzelne Porscher, wie der verstorbene Fr. Muller, auch die sogenannten Papuasprachen Neu-Guineas rechnen, keine Mischsprachen sind, wie Muller behauptete, und ebenso wenig eine vermittelnde Stellung zwischen den polynesischen und malayischen Sprachen einnehmen. Im Gegensatz zu Müller's Ansicht hat Codrington den Satz aufgestellt, nicht nur dass die melanesischen Sprachen keine Spur einer Sprachmischung zeigen, sondern auch, dass die Melanesier «have the ancient idomatic use». Mit anderen Worten; die melanesischen Sprachen reprftsentirén eine altere Stufe der malaiopolynesischen Sprachen als die polynesischen.

L m die Theorien Müller's und Codrington's zu prüfen, untersucht Verfasser zunachst die Stellung der melanesischen zu den Papuasprachen. Nachdem er derauf aufmerksam gemacht hat, dass das von Müller als echte 1 apuasprachebezeichneteNuforals eine reine malaio-polynesischeerwiesen worden, ganz verschieden von den Papuasprachen der Torresstrasse, unterwirft er die Ansicht Müller's über die Beeinflussung der Sprachform des Nengone durch die Papua einer eingehenden Kritik. Gegen die Gründe, die Verfasser zur Widerlegung der Theorie Müller's anführt, haben wir nichts einzuwenden, und wir sind vollkommen mit ihm einverstanden, wenn er sich dahin &ussert, «dass die Verknüpfung seines (Müller's) ethnologischen Systems mit seiner Sprachenclassification, so förderlich sie auch in manchen Punkten gewesen sein mag, doch hier bei dieser Frage den sonst so exacten und scharfblickenden Gelehrten irregeleitet hat und ihn an Ansichten festhalten liess, für welche die sprachlichen Thatsachen nicht die hinreichende Rechtfertigung bieten».

Zur Lösung der Frage, inwieweit Codrington Recht hat, wenn er zu dem Schluss gelangt, «das die melanesischen Sprachen wie örtlich, so auch der

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