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inneren Beziehung nach, zwischen den beiden anderen Sprachgruppen stehen, aber in der weise, dass sic den Ausgangspunkt bilden», findet Verfasser sich veranlasst zu einer Digression über die Possessivsuffixe.

Als Possessivsuffixe für den Singular führt Verfasser auf: ku, mu und n a. Dies ist nicht ganz richtig. Erstens existiren im Altjavanischen, Dajakschen u. s. w. nebeneinander ku und nku; ersteres ist der reine, verkürzte Pronominalstamm; letzteres derselbe mit vorgeschlagener Genetivpartikel n. Dies erhellt klar aus altjav. nya, malayisch na, aus Genetivpartikel 11 und 3 ps.sg.ya.er, sie.es. Imheutigen Javanisch wird neben ne (aus nya) auch e (aus y a) als Possessiv gebraucht, ganz analog dem jetzigen Gebrauch von ku, statt nku. Das Malagasi hat nur (ursprüngliches) nku, denn das jetzige ko, z. B. invola-ko, mein Geld, kann nur aus nku entstanden sein; ware die Form des Possessivsuffixes im Malag. ku gewesen, so würde es jetzt nothwendig vola-ho lauten. Nicht nur in Indonesien und Madagaskar, auch in der stillen Südsee ist nku sehr gebrauchlich; so im Fidji Nur scheinbar hat das Maori ku in taku, noku u. s. w.; denn auch in dieser Sprache kann einfaches k nach einem Selbstlauter nicht standhalten. Ob n a ursprünglich sei, wie Verfasser meint, scheint sehr fraglich ; denn es enthalt offenbar dieselbe Genetivpartikel n als altjav. nya, malay. na und nku, uud solange nicht statt Pron. 3 sg. y a nachgewiesen ist ein a, scheint uns die Form nya alter als n a.

Ueber die Pluralsuffixe macht Verfasser manche Bemerkungen, die uns richtig erscheinen; einzelne sind zweifelhaft. So können wir ihm nicht beistimmen, wenn er kayo im Tagalog aus kamo entstehen lasst, durch Ausfall des m. Nicht nur das Tag., auch das Altjav. besitzt kanyu neben kam u. In beiden Sprachen kommt yo, nyo im Plural und ny u auch im Sing. vor; Tag. iyo, sa iyo und ni nyo; Altjav. nyu, «von euch» und «von dir»; Bugi n u thatsachlich = m u. Es ist sehr wohl möglich, dass m u und nyu denselben Ursprung haben; dass m u sogar aus nyu hervorgegangen sei, gerade wie, nach unserer Ansicht, altjav. und Fidji mami, von uns, Genetiv von k a m i, durch Assimilation aus n - a m i, bisaya n - a m o n, tag. n-amin, aber das ist doch etwas Anderes, als kay u aus kamu entstehen zu lassen. Dass ein tn zwischen zwei Vocalen ausfallen kann, dass aus kamu nachstens k a w u, weiter k a u würde, aus k a m i erstens k a y i, endlich kai, ist ubrigens keineswegs zu leugnen. Was die Function des ka betrift, können wir dem Verfasser nicht beipflichten, doch ist dies ein Punkt, der nicht wesentlich mit seiner Beweisführnng zusammenhangt und deshalb hier unberührt bleiben kann.

Bei der Besprechung der Stellung der melanesischen Sprachen zu den polynesischen kommt Verfasser zu dem Ergebnis, dass das Melanesische

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