Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Dr. Georg Friederici, Beitrage zur Völker- undSprachenkunde von Deutsch-Neuguinea. Berlin 1912, Mittler u. Sohn. VI, 324 S. Mit 33 Abbildungen auf vier Tafeln und einer Karte. Gross 4°. — Ders. : Untersuchungen über eine melanesische Wanderstrasse. Ebd. 1913. 182 S. Mit einer Karte. Gr. 4°.(WissenschaftlicheErgebnisse einer amtlichen Forschungsreise nach dem Bismarck-Archipel 1908. II u. III = Mitteilungen aus den deutschen Schutzgebieten. Erganzungsheft Nr. 5 u. 7).

Vorstehende Publikationen nehmen unter allen bis jetzt erschienenen Werken über Deutsch-Neuguinea eine hervorragende Stelle ein. Der durch seine früheren Schriften auf ethnographischem Gebiete rühmlichst bekannte Verfasser ist ausgeriistet nicht nur mit umfassender Gelehrsamkeit und seltener Literaturkenntnis, sondern auch mit Sachkenntnis. Dabei ist er ein scharfer, doch vorurteilsloser Beobachter. Das alles sind Eigenschaften, die nicht immer in einer Person zusammentreffen.

Ausder Vorbemerkungzurersten deroben genannten Schriften erfahren wir, dass der Inhalt in allen wesentlichen Punkten den Ergebnissen entnommen worden, welche wahrend der gemeinsam mit Prof. Dr. Karl Sapper unternommenen Forschungsreise gewonnen worden sind. Diese Ergebnisse sind nachgeprüft, vertieft und erganzt wahrend einer Reise, die der Verfasser als Leiter der «Hanseatischen Südsee-Expedition» durch die Südsee gemacht hat.

Wie allseitig und erschöpfend die Gegenstande, denen die «Beitrage» gewidmet sind, behandelt worden, ist schon ersichtlich aus dem Inhaltsverzeichnis. Den Anfang macht «ein Beitrag zur Entdeckungsgeschichte von Deutsch-Neuguinea». Hierin handelt es sich um Ortsbestimmungen auf grund alter Wörterverzeichnisse, wobei die Ansichten anderer Forscher kritisch besprochen werden.

Der folgende Beitrag «zur Kenntnis des westlichen Neu-Pommern, mit vergleichenden Ausblicken auf das übrige Melanesien, vornehmlich innerhalb des deutschen Schutzgebietes» verbreitet sich, nach einleitenden Bemerkungen und einem geographischen Ueberblick, über die Völkerkunde, S. 28 16/. Im ersten Abschnitt über Somatisches und Sitten wird alles, was sich auf Körperbau, geistige Beschafïfenheit, Gepflogenheiten der nicht

19

Sluiten