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andere Auffassung haben, doch es ist hier nicht der Ort, darauf einzugehen. Nur éine Bemerkung erlaube ich mir in betreff des Passivum, das mit dem 1 rafix ma gebildet wird; dies ma kommt in mehreren Sprachen alspassivbildend vor; z. B. im fombulu ist mailëk das Passivum von makailëk, zu sehen bekommen. Merkwürdig ist das Suffix a bei Imperativen; z. B.' 64 u nama, komm her! von nam, ta nam, kommen; anscheinend identisch mit Imperativsuffix a Alt- und Neujavanisch, Malagasi, Bisaya, Formosanisch.

Das Wörterverzeichnis, S. 185—198, ist genügend, wo es sich darum handelt, aus einer Prüfung des Wortschatzes Schlüsse zu ziehen auf den Zusammenhang der Barriaisprache mit vervvandten Idiomen Indonesiens. Nach der Ansicht Friedericis weist das Barriai hin in eine Gegend, die in der Linie Nord-Molukken, Nordost-Celebes und Philippinen liegt;'in der Hauptsache sollen es die Bewohner der Molukken und von Nordost-Celebes sein, die «in einer ethnologisch nicht fernen Zeit dem heutigen Melanesien seiner Bevölkerung melanesische Sprache gaben; die mit dieser Sprache auch ihre Kulturgüter in die Südsee brachten, und die dann von der hier vorgefundenen Bevölkerung mit Papua-Idiomen mehr oder weniger linguïstisch und kulturell beeinfluszt wurden».

Esfolgtnun Sprachvergleichendes, anfangend mit gau, ich, und eau, du. Gau wirdzusammengestellt mitalt-jav. aku, usw.Ganz richtig,insofern gau ein alteres aku enthalt, aber der Vorschlag g bleibt dabei unerklart. Nun haben fast alle Sprachen, die man als «melanesische» zu bezeichnen pflegt, wie auch manche indonesische im Nominativ eine emphatische Form, in der aku einen Vorschlag zeigt. So in Mota i-nau, Florida inau, Gaua ina. Lautlich ist Barriai nicht aus in zu erklaren, wohl aus Fidji ko ïau. Da ko im Fidji persönlicher Artikel ist, und in allerlei indonesischen Sprachen si, neben z, als solcher auftritt, und zugleich mitunter den Nominativ hervorhebt; da weiter in den philippinischen Sprachen und dem AltJavanischen syaku (d. i. si aku) ganz gewöhnlich ist, möchte ich den Schluss ziehen, dass gau zu Fidji ko iau stimmt. Dass der Vorschlag ursprunglich ein Artikel ist, erhellt auch aus den verschiedenen Varietaten der zweiten Person, Barriai eau, wahrscheinlich aus ikau. Dieses ikau kommt in einer Menge yerwandter Sprachen vor neben ankau, und ohne Artikelvorschlag kau, jünger ko, wie im Alt-Javanischen. Dass «ein persönlicher Artikel ist, habe ich oben schon bemerkt, und an, n ist überhaupt Artikel, Fur die dann folgende sprachvergleichende Liste van 146 Wörtern habe ich nichts als Bewunderung für die Vollstandigkeit und Genauigkeit.

Als Hilfsmittel zur Beurteilung der naheren oder entfernteren Verwandtschaft des Barriai mit benachbarten Sprachen dienen die kurzen, aber bei

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