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dem jetzigen Zustand unsrer Kenntnis wertvollen Wortverzeichnisse von Kobe, Nakanai.Kilenge, Longa, den Lieblichen Insein, Witu-Inseln, Paluan, Lau, Pak, Mou und Graget (Neu-Guinea).

Im Leben der malaio-polynesischen Völker hat von jeher die Schiffahrt eine hervorragende Bedeutung gehabt; sonst würden sie sich nicht über eine so grosze Inselwelt, von Formosa bis Neu-Seeland, und von Madagaskar bis Roga Nui verbreitet haben. Es ist deshalb erklarlich, dass der schiffstechnische Wortschatz der Malaio-Polynesier ungeheuer grosz ist. «Ein Bliek in die Zusammenstellungen bei Shellabear (p. 139 ff.) und Badings (p. 265 ff.) muss selbst einem Uneingeweihten diese Tatsache scharf vor Augen führen; Badings hat über tausend malaiische schiffstechnische Ausdrücke». F.s «Beitrag zur Kenntnis der malaio-polynesischen Schiffahrt, vornehmlich innerhalb der deutschen Schutzgebiete» ist, sozusagen, ein Haupstück aus der Geschich te der Nautik; eine Monographie, so gründlich, wie man nurerwarten kann von einem Forscher, der mit der erforderlichen technischen Kenntnis ausgerüstet ist und dabei genügend Gelegenheit hatte, das was er beschreibt, gehorig wahrzunehmen.

Von S. 235—244 finden wir eine genaue, mit Textfiguren illustrierte Beschreibung, hauptsachlich von Auslegerbooten in Indonesien, wie F. sie in Bali, Buton, Banda, Ambon, Batjan, Ternate, Halmahera gesehen hat. Nach Abschluss des beschreibenden Teiles folgt eine Liste der wichtigsten Ausdrücke für Fahrzeuge usw. mit Heranziehung auch der Südsee-Sprachen. In BezugaufdiesenTeil kann ich nicht umhin.einzelneBedenken zu aussern. Das erste behandelte Wort ist Balin. djukun (nicht dyukun), das richtig identifiziertwird metMal. dj okong, Jav. djukung, djungkung;Tontemboan rungku, aber ferner wird mit Unrecht angeführt; «Bisaya und Bikol adyong; Tag. dawong; Iloko: daón; Batjan: ny ön». Man kann hinzufügen: Pampanga daung; Solor djon; Lampong djung, rëdjung; Jav. (alt undneu) dj ong (aus alterem djaung). Dieses nun stimmt weder sachlich, noch lautlich zu djukung, denn es ist ein grösseres Schiff. Gewöhnlich versteht man jetzt darunter eine chinesische Dschunke, über deren Ursprung und Verhaltnis zu dj ong man noch immer im Unklaren ist. Unstreitig ist das in ganz Indonesien so gebr&uchliche sampan ursprünglich ein chinesisches Wort, aber daraus ist noch nicht zu folgern, dass dj ong ein Lehnwort ist. Wohl ist es sicher, dass bei seefahrenden Vólkern haufig Entlehnungen stattgefunden haben. So ist Mal. kapal, Schiff, unbestritten Tamil kap pal; umgekehrt sind Tamil pad a vu und vankam aus Indon. parahu und wanka entstanden.

Auch bei anderen Wörtern der Liste ist nicht alles sicher gestellt. So glaube ich nicht, dass das Wort sa man usw. für den Auslegerbalken etwas

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