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Uebrigens besteht tina auch im Tombulu tina, Henne, und Mal. bëtina, weiblich (von Menschen und Tieren); das Wort ist also uralt.

Die Liste enthalt 177 Nummern. Bei einer Zahlung der Falie, in denen die Wörter der Sprachen von Ambon und Ceram ganz oder hauptsachlich mit denen der Barriai-Gruppe übereinstimmen, komme ich zu einer Summe von 107. Der Betrag wiirde vielleicht noch grösser sein, wenn die erste Gruppe nicht mehrere Lticken zeigte. Uebereinstimmung zwischen der Barriai-Gruppe und den Sprachen derMinahassa findetsich, wenn ich richtig gesehen habe, in 84 F&llen, was immerhin eine betrachtliche Zahl ist. Wenn man aber die Ergebnisse der Grammatik in Erwagung zieht, ist es keinen Augenblick zweifelhaft, wie ja auch Friederici als feststehend annimmt, dass die Vorfahren der Barriai-Gruppe jedenfalls den Stammen von Ambon und Ceram viel naher gestanden haben als den sogenannten Alfuren von Nordost-Celebes. Mehr zu prazisieren wage ich nicht.

Die durch die Linguistik erlangten Resultate finden eine Bestatigung in den durch eine ethnologische Untersuchung gewonnenen Ergebnissen, wenn auch nicht ausser acht zu lassen ist, das «mit ethnologischen Bausteinen allein der die Molukken, Neu-Pommern und Ost-Neu-Guinea verbindende Bogen nicht aufzubauen ist». Es ist namlich der sprachliche Beweis eindeutig und, soweit unsere Kenntnis reicht, nur passend für die hier in Frage stehenden Völker, wahrend die ethnologischen Daten nicht nur Barriai mit Motu oder etwaKilenge mit Süd-Salomoniern, sondern auch manche anderen Völker weiterer oder naherer Verwandtschaft zusammenbringen.

Die Abteilung, welche der anthropologischen und ethnologischen Vergleichung gewidmet ist, von S. 140—172, enthalt eine reich dokumentierte Beschreibung von ethnologischen Tatsachen, jedesmal mit Seitenblicken auf analoge Erscheinungen auf ganz anderen Gebieten. Eine solche Zusammenstellung ist schon an sich sehr darikenswert, besonders wenn man dabei, wie Friederici tut, mit der nötigen Kritik verfahrt.

Auf der Uebersichtskarte indonesisch-melanesischer Wanderzüge wird der Alfuren-Wanderzug, wie F. sich denselben vorstellt, angegeben durch eine rote Linie. Nördlich davon lauft eine grüne Linie, welche einen mutmaszlich philippinischen oder sub-philippinischen Wanderzug andeutet, Auf S. 172 werden in Kürze die Gründe angegeben, die für die Feslstellung dieser Linie maszgebend gewesen sind. In der Hauptsache bin ich mit der vorgetragenen Theorie einverstanden. Nach meiner eigenen Vorstellung, die ich zur Prüfung hier mitteilen will ohnedie Gründe anzuführen, was hier nicht am Platze sein würde, sind die Formosaner, Philippiner, Talauer-Insulaner, die Völker von Nord-Celebes, wie auch alle Südsee-Insulaner östüch von Neu-Guinea Abkömmlinge von Stammen, die in verschiedenen

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