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Register eingetragen werden, wenn sie sich von alteren Sorten gemass § 2 unterscheiden. Die Reichsregierung bestimmt, welche Auslesen von Kartoffeln, die aus den bis zum 1. Januar 1900 in Verkehr gebrachten durch Züchtung gewonnenen Sorten stammen und bis zum 1. Oktober 1923 von den im Verzeichnis zu § 23 (Anlage A) aufgeführten Stellen auf Grund freiwilliger Ubung als Originalsaatgut anerkannt worden sind, auf Antrag auch dann in das Register einzutragen sind, wenn sie sich nicht von alteren Sorten gemass § 2 unterscheiden.

Der Antrag auf Eintragung solcher Sorten muss binnen 2 Jahren nach dem Inkrafttreten des Gesetzes (§ 32 Satz 2) gestellt werden. Bis Zum Ablauf dieser Frist findet § 7 auf diese Sorten keine Anwendung, es sei denn, dass vorher ein Antrag auf Eintragung zurückgewiesen wird.

ZWEITER ABSCHNITT.

Schutz der Anbauer.

1. Titel.

Anerkennung von Saat- oder Pflanzgut.

§ 21. Saat- oder Pflanzgut kann auf Antrag des Erzeugers anerkannt werden.

§ 22. Die Anerkennung von Saat- oder Pflanzgut ist die Feststellung der oortenechtheit und Sortenreinheit sowie des einwandfreien gesundheitlichen Zustandes gemass den nach § 25 erlassenen Anordnungen.

§ 23. Die Anerkennung von Saat- oder Pflanzgut wird durch Saatenanerkennungsstellen ausgeübt, die im anliegenden Verzeichnis (Anlage A) aufgeführt sind. Die Errichtung neuer Saatenanerkennungsstellen ist nUj ui1 Nachweis eines dringenden örtlichen Bedürfnisses zulassig und bedarf der Zustimmung der Obersten Landesbehörde und der Reichsregierung.

Die Anerkennung von Staat- oder Pflanzgut durch andere als die nach diesem Gesetz zugelassenen Stellen ist verboten.

§ 24. Die Saatenanerkennungsstellen bilden eine Arbeitsgemeinschaft für das baatenanerkennungswesen beim Deutschen Landwirtschaftsrat. IJer Arbeitsgemeinschaft gehören auszer den Saatenanerkennungsstellen als Mitglieder noch an:

1. em von der Reichsregierung zu berufender Vertreter der Landwirtschaftswissenschaft,

2. ein von der Reichsregierung zu berufender Vertreter des Pflanzenschutzdienstes,

3. ein Vertreter der Gesellschaft zur Förderung deutscher Pflanzenzucht,

4. ein Vertreter der Reichsregierung.

Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft ist der Erlasz einheitlicher Grundsatze fur die Anerkennung von Saat- oder Pflanzgut.

§ 25. Die Arbeitsgemeinschaft für das Saatenanerkennungswesen regelt ihre innere Organisation einschliesslich des Stimmverhaltnisses der Mitglieder sowie der Aufbrmgung der Kosten und ihre fachlichen

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