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G. HOFFMANN, MONOGRAPHISCHE STUDIËN ÜBER

eine Übereinstimmung mit den alten bisher gültigen Beschreibungen zu erreichen suchte; erst wenn dies nicht gelang und sich herausstellte, dass die herbarmassig aufgehobene Pflanze gar nicht der Benennung entsprach, oder die Diagnose unmöglich mit dem Exemplar zur Deckung zu bringen war, entschloss ich mich umzugruppieren.

Grundlegend für meine Untersuchungen waren Stephani’s „Species Hepaticarum” (19) als das immer noch einzig umfassende Werk dieses Gebietes. Trotz der vielen Einzelheiten dieses grossen Werkes, das ein so ungeheures Material bewaltigte, traten doch im Laufe meiner Bearbeitung Widersprüche auf, die es notwendig erscheinen hessen, Veranderungen und Umstellungen vorzunehmen. Die oftmals farblosen Beschreibungen und der Mangel an Zeichnungen, mit denen doch am meisten gesagt werden könnte, und nicht zuletzt die keineswegs verlasslichen Bezeichnungen des herbarmassig aufgehobenen Materials zeigen nur zu gut, wie notwendig eine monographische Bearbeitung dieser geographisch begrenzten Gruppe der Gattung Pycnolejeunea ist.

2. SYSTEMATISCHER WERT DER EINZELMERKMALE

a. Grosse und Verzweigung der Pflanzen. — Beim Vergleichen der Grössenverhaltnisse der verschiedenen Arten zeigt sich, dass bedeutende Unterschiede bestehen, und die relativen Masse damit einen, wenn auch bedingten, Anhalt beim Bestimmen geben können. Die kleinsten bekannten Arten sind P. setifera, P. ventricosa und P. ceylanica. Bei letzterer sind allerdings schon betrachtliche, wohl standortbedingte Schwankungen in der Grosse vorhanden. Diesen gegenüber stehen die Riesenformen der P. gigantea; aber gut gewachsene Exemplare von P. imbricata, P. trapezia, P. excisula oder P. angulistipa stehen ihr nicht viel nach. Die Grosse der einzelnen Arten ist im allgemeinen gleichbleibend; ein beachtenswerter Grössenwechsel tritt eigentlich nur, ausser der schon genannten P. ceylanica, bei P. Meyeniana auf. Infolge des Polymorphismus dieser verbreiteten Art sind die Grössenverhaltnisse hier für die systematische Betrachtung sehr mit Vorsicht zu verwerten. Die Sprossachse selbst zeigt keine zu verwertenden Merkmale. Eine mehr oder weniger starke oder auch ganzlich fehlende Verzweigung der Pflan-

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