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DIE INDOMALAYISCHEN ARTEN VON PYCNOLOJEUNEA

c und d schieben an dieser Stelle noch Knoten ein, und die an sich schon grossen Dreiecke fliessen dann ineinander über und geben so ein charakteristisches Bild. Selbstverstandlich ist das Zellnetz auch Standortsmodifikationen unterworfen.

Die Randzellen sind wohl überall etwas oder auch bedeutend kleiner als die der Blattmitte und oft fast quadratisch, selten leicht vortretend, wodurch ein sehr fein gekerbter Rand entstehen kann und auf dem Blattrücken leicht aufgewölbt.

Die Grosse der Zeilen ist nicht von der Grosse des Blattes abhangig; eine Art mit sehr kleinen Blattern braucht nicht auch die kleinsten Zeilen zu haben. P. setifera z.B. hat ein für ihre Blattgrösse verhaltnismassig sehr weitmaschiges Netz, P. imbricata trotz ihrer Grosse ein sehr enges.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Zeilen an Rand und Spitze am kleinsten sind, an der Basis am grössten und langsten, wahrend die Zeilen der Blattmitte am regelmassigsten und besten den eigentlichen Typus zeigen und daher auch zur Grundlage der Messungen dienen. Eine Art, P. vittata, zeichnet sich durch Ausbildung einer weitmaschigen „area mediana” aus, eine andere durch seltsame Reihung von Ocellen in der Mittellinie (P. falsineosis). Die Fixierung des toten Zellinhaltes im Herbarmaterial bietet auch oft ein brauchbares Merkmal. Bei bestimmten Arten ist er regelmassig als Ring koaguliert und legt sich der Zellwand dicht an. Bei anderen sind Plasma und Ölkörper gleichmassig gemischt über die ganze Zelle verbreitet. Schliesslich findet man ihn auch zu einer Kugel zusammengeballt in der Zellmitte liegen, um sich herum ein ringförmiges, durchsichtiges Lumen freilassend. Solche Eigenarten treten konstant bei den einzelnen Arten auf und andern sich nie; sie sind daher als Artmerkrnal hoch zu bewerten.

d. Die Ocellen. — Zur fein eren Struktur des Blattes gehören noch die Ocellen. Dass sie für den Systematiker ein gutes Mittel sind, Arten abzugrenzen, hat Zwickel (24) durch seine Untersuchungen nachgewiesen. Pycnolejeunea ist zwar keine durch besonderen Ocellenreichtum hervortretende Gattung, wie Ceratolejeunea, Drepanolejeunea, Leptolejeunea etc., aber wo solche auftreten, charakterisieren sie die betreffende Art sehr zuverlassig. Die in Frage kommenden 6 Arten lassen sich nach diesem Gesichtspunkt gliedern:

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