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G. HOFFMANN, MONOGRAPHISCHE STUDIËN ÜBER

natürlich eine Gerade. Wie ersichtlich ist, ergeben sich niemals Berührungspunkte der beiden Kurven, selbst bei starken Schwankungen nicht, so dass eine einwandfreie Bestimmung stets möglich ist. Bei einer so lange schon bekannten Art wie P. ceylanica ging ich auf die erste Diagnose in der Synopsis hepaticarum p. 359 zurück. Das dort beschriebene Exemplar lag mir im Original vor aus dem Herbar Lindenberg (s. oben) und zeigte volle Übereinstimmung mit der Beschreibung. In der Diagnose Stephani’s in Spec. hepat. Nr. 43 steht: andröcea ignota, Schiffner weist aber bereits in den Hepat. Massart. Javan. 1900 p. 202 Nr. 106 auf ein von ihm untersuchtes mannliches Exemplar hin. Auch in dem von mir untersuchten Material fand ich diese Tatsache bestatigt, z.B. bei Schffn. Nr. 2783. Ich sah hier sowohl intermediare als auch selbstandig auf Seitenasten am Stamm sitzende Andröceen.

Die neue Gliederung von P. Meyeniana. — Diese Art zeigt von allen indomalayischen Pycnolejeuneen das haufigste Vorkommen. Sie ist schon lange bekannt und in der Syn. beschrieben p. 357. Das dort erwahnte Exemplar lag mir im Original vor (s. oben). Es stimmte mit der Beschreibung überein. Stephani charakterisiert sie dann in Spec. hepat. genauer durch Zellnetz, Lobulus und Dorn. Ferner lag mir aus dem Herbar Verdoorn ein Exemplar vor: P. Meyeniana, aus Amboina leg. de Vriese, det. Sande-Lacoste, Nr. 10226.

Wie bei einer so weit verbreiteten Art verstandlich, tritt eine unglaubliche Vielgestaltigkeit in den Formen auf. Systematisch wertvoll sind ausser den schon besprochenen Winkelwerten folgende Merkmale: Der Dorn, meist lang, oft kaum hinter dem der P. ceyl. zurückstehend. Der ganze Lobulus sehr gross, oft weit an die Blattspitze heranreichend. Die beim Vorhandensein sofort auffallenden grossen mannlichen Aste. Stephani erwahnt sie als „5-8 jugis”, ich zahlte bis 14 in einem Falie! (Schffn. Nr. 2812). Ich habekeine andere Pycnolejeunea gefunden, die in solcher Grosse und Haufigkeit Antheridienstande aufzuweisen hatte.

Wieweit Schwankungen in Lange und Deutlichkeit des Dornes auftreten, wird noch zu behandeln sein. Das Zellnetz zeigt verschiedene Ausgestaltung; ich fand Exemplare, die an demselben Stamm ein mit deutlichen Dreiecken verdicktes Zellnetz neben einem solchen ohne jede Verdickung zeigten (z.B. Renner Nr. 410). Das Original

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