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G. HOFFMANN, MONOGRAPHISCHE STUDIËN ÜBER

sordida, Frull. vaginata. Ferner eine P. incisa aus dem Herbar Sande-

Lacoste, Java. ^ . lt

Die Art ist gut charakterisiert durch die sehr dichte Blattstellung,

das Fehlen des Eckdomes, sowie das Zellnetz mit den dreieckigen Verdickungen. Stephani gibt die Pflanze als diözisch an; ich untersuchte ein Exemplar (Schiffner Nr. 2703), das zwei Perianthe und einen Antheridienstand an demselben Stammchen zeigte; es ist also abzuandernin „monoica”.

Das Zellnetz unterliegt gewissen Schwankungen; die Mehrzahl der Proben zeigte zwar das typische, sonst bei Pycnolejeunea, mit den anderen Merkmalen verbanden, nicht wieder vorkommende Zellnetz: die dreieckigen Eckverdickungen sind sehr stark, an der Basis des Blattes mit unmittelbar aneinanderstossenden Ecken. Das Onginal aus dem Wiener Herbar zeigt auffallenderweise sehr schwache Verdickungen, wahrend sonst keinerlei Unterschiede bestehen; vielleicht eine gerade bei diesem Exemplar standortbedingte Eigenschaft. Das Umklappen des vorderen Blattrandes, von Stephani auch in der Icones zeichnerisch festgehalten, scheint nicht die Regel zu sein. Die (vielleicht bei flüchtiger Betrachtung) daher entnommene Beschreibung „apice subacuta” scheint nicht gerechtfertigt, vielmehr zeigt der vordere Rand eine ausgepragte Rundung. Das m der Synopsis gebrauchte „obtusis” kommt der Wirklichkeit viel naher, doch ware „apice rotundata” noch deutlicher. Besondere Beachtung verdienen die Amphigastrien. Sie werden als sehr kurz emgeschmtten geschildert, in den Spec. hepat. als „Vs inciso-biloba”. Das Original und einige meiner untersuchten Proben stimmen hierzu gu , das javanische Material aus dem Herbar Sande-Lacoste’s und die Mehrzahl meiner Praparate lassen aber einen wesentlich tieferen Einschnitt, bis zu Vs der Höhe erkennen. Eine ahnliche Parallelerscheinung, wie sie hier vorliegt, traf ich bei P. excisula: ein Teü bat die Amphigastrien mit dem kurzen, kaum sichtbaren Einschmtt, er andere Teil einen viel tieferen (s. Fig. 4 c, d). Besonders interessant ist bei dieser Art die Tatsache noch dadurch, dass die Exemplare mit dem tieferen Einschnitt nur auf Borneo gesammelt sind; die übrigen mit der gewohnten Amphigastrienform stammen von Java oder der malayischen Halbinsel. Die Art variiert also, offenbar geographisch bedingt. Man kann hiernach unterscheiden zwischen der echten P. excisula und der P. excisula yar. borneensis (s. auch Abschnitt Geographie).

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