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G. HOFFMANN, MONOGRAPHISCHE STUDIËN UBER

zeigt aber den unverkennbaren Lobulus mit der eigenartigen Einrollung und das regelmassige Zellnetz ohne jede Verdickung deutlich. Beim spateren Untersuchen der P. ventricosa (Original von Gottsche und Schiffner aus dem Berliner Herbar) sah ich, dass diese Art in allen Einzelheiten mit der P. Fitzgeraldii identisch ist, und nur die Zellwande infolge des Alters der Pflanze weniger scharf her vort reten und so den Eindruck von „cellulae leptodermes hervorrufen. Da ich von ersterer Art fertiles Material zur Verfügung^ hatte, konnte ich auch Perianth und Andröceen mit der Beschreibung derselben bei P. ventricosa identifizieren. Das Original von P. Fitzgeraldii ist steril. Das in der Diagnose mit Fragezeichen versehene „dioica” ist durch „monoica” zu ersetzen, wie das Exemplar Nr. 2742 Schiffner bereist.

P. Fitzgeraldii ist von Stephani 1914 in Spec. hepat. Vol. V als nova species aufgestellt worden, P. ventricosa von Gottsche und Schiffner 1889 in Exped. S. M. Gazelle p. 32 leg. Dr. Naumann 7. 6. 75. Unter Berücksichtigung dieser Daten ist also ersterer Name zu streichen und P. ventricosa aufrecht zu erhalten.

P. excisula St. — Untersucht: Original, Fondation Stephani, P. excisula, St. n. sp. c. Per. Herb. Strassburg, Java, Herb. Nees. Eindeutig bestimmt durch das Zellnetz mit den sehr kraftigen Eckverdickungen, dem nicht sehr grossen, vorn schrag zugestutzten Lobulus, und vor allem durch die überaus breiten nierenförmigen Amphigastrien, mit teils sehr kleinem. teils etwas tieferem Einschnitt eine Erscheinung, auf die oben bereits eingegangen wurde und welche zur Abtrennung der var. borneensis führte. Es sei noch die auffallende Heterolobie erwahnt: die Seitenzweige zeigen einen ganz anders gestalteten und wesentlich vergrösserten Lobulus; er geht am vorderen Rand direkt in die Blattspitze über und erscheint dadurch sackartiger als die Lobuli des Hauptstammes. Diese Erscheinung uns bei Pycnolejeunea in diesem Masse nicht wieder entgegen, findet sich aber bei anderen Lejeuneen auch verbreitet, z.B. Strepsilej. heterophylla St., Ceratolej. heteroloba St., Taxilej. heterofolia St., Microlej. heterophylla St. etc.

P. borneensis St. — Untersucht: Original, Fondation Stephani, P. borneensis St. n. sp. c. per. Siluas Sambas, West Borneo, 24. 7. 1903. Micholitz. Auf dieses Original passt P. Winkleri Herzog sehr gut.

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