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DIE INDOMALAYISCHEN ARTEN VON PYCNOLEJEUNEA

Die Art ist durch die grossen und zahlreichen Ocellen, sowie den schiet zugestutzten Lobulus sehr gut charakterisiert. Erstaunlicherweise sind der Ocellen weder in der Diagnose noch in der Zeichnung Stephanis Erwahnung getan! Es ist unerklarlich, wie der Ocellenreichtum dieser so einzig charakterisierten Art Stephani entgehen konnte. Beim Aufstellen der neuen Species P. Winkleri durfte der Autor jedenfalls annehmen, dass eine von Stephani als nicht ocellat bezeichnete Art von vorneherein ausscheide. Herzog (9) stellt dies auch ausdrücklich test: „von P. grandiocellata durch den schiet zugestutzten Lobulus, von P. borneensis — wenigstens nach der Beschreibung — durch die sehr reichüchen Ocellen verschieden”.

Die Diagnose Stephani’s ist daher zu streichen und an ihre Stelle die Beschreibung Herzogs (9) zu setzen. Dagegen erfordert das Prioritatsgesetz die Beibehaltung des Namens borneensis. Die genaue mikroskopische und chemische Untersuchung der Ocellen ergab folgendes: Mikroskopisch sind zwei Arten von Zeilen von dem Grundtyp des Zellnetzes verschieden:

1. suprabasal liegende, sehr grosse gelbe Zeilen ohne Wandverdickungen. 2. über die Blattflache unregelmassig verstreute Zeilen, nie grösser, als die umgebenden, mit lichtbrechendem Inhalt. Erstere finden sich sehr verschieden angeordnet; meist in zwei Reihen übereinandergestaffelt bis zu 12 an der Zahl! Oft j edoch nur 2-3 nebeneinander, schliesslich, aber nur in ganz jungen Blattern, überhaupt nicht vorhanden oder nur eine dieser Zeilen ganz an der Basis, in nachster Natie der Insertionsstelle. Dieser merkwürdige Wechsel in der Haufigkeit der Ocellen wird systematisch zu beachten sein. Die chemische Untersuchung richtete sich darauf, festzustellen, ob beide Typen echte Ocellen sind oder nicht. Die Untersuchung wurde nach der von Zwickel (24) angegebenen Methode ausgeführt: Zunachst die Farbreaktionen:

Sudan III: nur die grossen Ocellen (1) werden gefarbt, orange. Safranin: das gleiche Ergebnis, nur intensivere Orangefarbung. Kongorot: das ganze Blatt farbt sich rot, keine Differenzierung. Methylgrün-Essigsaure: nur Ocellen 1 gelb, alles andere grün. Alkannatinktur: Bevor es zur Farbung kommt, lost der Alkohol des Reagens die Ocellen 1 zu einer hellen homogenen Masse, wahrend die Ocellen 2 nicht angegriffen und nicht gefarbt werden.

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