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DIE INDOMALAYISCHEN ARTEN VON PYCNOLEJEUNEA

Aus dem Herbar Verdoorn 10922, Nicobaren, Katschall, leg. Kurz.

Am besten, wie auch aus den Handzeichnungen Stephani’s ersichtlich, durch die grossen, vorn etwas zugespitzten Blatter, die bis zur Halfte eingeschnittenen Amphigastrien mit „cuspidaten” Lappen, sowie das Fehlen von Ocellen charakterisiert. Der sehr kurze Lobulus mit Dom geht unter einem nahezu rechtwinkligen Vorsprung in den Blattrand über. Das Zellnetz hat keine Verdickungen. Auch im Original ist nur steriles Material bekannt.

P. novoguinensis (Schiffn.) St. — Untersucht: Typus ex herb. Verdoorn Nr. 11005, Neu Guinea, am Sattelberg, leg. Warburg. Hier dürften ernste Zweifel bestehen, ob diese Art überhaupt zu Pycnolejeunea zu rechnen ist. Zuerst beschreibt und zeichnet sie Schiffner in Nova Acta Leopold. (18) p. 238 und Tafel 3. Er stellt sie zu Cheilolejeunea. Stephani erst nimmt sie aus dieser Gattung heraus und stellt sie zu Pycnolejeunea. Warum dies geschehen ist, muss bei dieser in vielen Einzelheiten wirklich nicht an Pycnolejeunea erinnernden Form unverstandlich bleiben. Schiffner schildert in seiner Diagnose die Zeilen, die eigenartig papulos hervorgewölbt sind und dem Blattrand ein fremdartiges Aussehen geben („cellulae valde leptodermes”), sowie die auffallende Koagulation des Zellinhaltes, der sich als grüner Ring der Wand anlegt und schon beim ersten Beschauen ein charakteristisches Bild gibt („intus annulo lato chlorophylloso notatae”). Stephani erwahnt beide, für die systematische Einordnung so wichtige Tatsachen nicht.

Die Lobulusform scheint grossen Schwankungen unterworfen zu sein. Schon Schiffner zeichnet zwei Formen: einmal ein en mit fast rechtem Winkel in den Blattrand auslaufenden Lobulus, einen anderen in sanft geschwungenem Bogen. Ich fand an dem mir zur Verfügung stehendem Material, incl. dem Typus, nur letztere Form. An einem Stammchen sah ich sogar den Lobulus zu einem ganz kleinen, überhaupt erst nach Praparation sichtbaren Gebilde reduziert. Diese bei anderen Lejeuneen haufig vorkommende Rückbildung des Lobulus ist für Pycnolejeunea ganz ungewöhnlich.

Noch verwickeltere Verhaltnisse trifft man bei den Amphigastrien an. Schiffner sieht sie ganz tief, bis über die Halfte eingeschnitten, mit rechtwinklig weit spreizenden Zipfeln; er weist in der Beschreibung auch auf die „eigentümliche Form der Unterblatter” hin.

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