Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

G. HOFFMANN, MONOGRAPHISCHE STUDIËN ÜBER

Stephani zeichnet dieselbe Form. Der Typus zeigt nun aber etwas ganz anderes: sehr breite Amphigastrien, höchstens 1/3 eingeschnitten, mit engerer Spalte und am Rande besonders stark vorgestülpten Zeilen. Sechs von mir im Untersuchungsmaterial gefundene Exemplare, die ich als zu dieser Art gehorig identifizieren konnte, hatten ebenfalls diese Amphigastrien- und Zellform des Typus. Wie diese beiden, unmöglich mit einander zu vereinbarenden Formen zu erklaren sind, weiss ich nicht.

Schliesslich fiel mir noch die Zellform des Stammchens auf: besonders dickwandige, quadratische Zeilen in (zwei) Reihen angeordnet, wahrend alle Pycnolejeuneen stets lang-rechteckige Zellform am Stamm aufweisen.

Die von mir zum Vergleich als Typus der Cheilolejeunea untersuchte Cheilolej. decidua hatte eine ahnliche Amphigastrienform mit eben solchen papulosen Zeilen. Wenn wir die Pflanze bei Pycnolejeunea belassen wollen, so wird der klar abgegrenzte Typus dieser Gattung erheblich verwischt. Aus praktischen Gründen ware daher einer Abtrennung das Wort zu sprechen. Da aber das Material selbst zu widerspruchsvoll und nicht vollstandig mit der Beschreibung zur Deckung zu bringen ist, so mag die Entscheidung einstweilen offen gelassen werden.

P. multiflora St. — Untersucht: ex herb. Verdoorn Nr. 10996. P. multiflora St. Neu Guinea, leg. Karnbach 1890. Die tief rotbraunen Pflanzen sind durch das haufige Aufeinanderfolgen der Involucren in einer Reihe so deutlich gekennzeichnet, dass eine Abgrenzung gegen andere Brevilobe nicht nötig ist, allerdings wird man sich, bei diesem und manchem anderen etwas an Taxilejeunea erinnern, zu der vielleicht verwandtschaftliche Beziehungen bestehen. Eine Nachprüfung der Frage war bei der Sparlichkeit des Materials nicht möglich. Das Zellnetz ist sehr weitmaschig und ohne Verdickungen. Anscheinend auf Neu Guinea beschr'ankt.

P. sphaeroides (Sande) St. — Untersucht: ex herb. Verdoorn Nr. 10192. P. sphaeroides, Bangka, leg. Kurz 1858. Diese Art ist ocellat; von den anderen mit gleicher Eigenschaft durch die Dichte der Blattstellung, sowie den gerade verlaufenden unteren Rand des Lobulus verschieden: carina stricte in folium excurrens. Die Ocellen befinden sich in der Mehrzahl auf der Blattmitte und sind wesentlich grösser als die umgebenden Zeilen. Die in der Diagnose erwahn-

Sluiten