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DIE INDOMALAYISCHEN ARTEN VON PYCNOLEJEUNEA

ten „trigona” der Basalzellen konnte ich an dem mir vorliegenden Exemplar nicht nachweisen.

P. palmicola St. — Untersucht: Original aus dem Berliner Herbar, P. palmicola St. Neu Guinea, leg. Ledermann, Nr. 11348, 5. III. 13. — Die mir vorliegenden Exemplare stimmten mit der sehrfarblosen Beschreibung in Spec. Hepatic. Vol. VI nicht überein. Die grossen Amphigastrien mit herzförmiger Basis z.B. sind dort gar nicht erwahnt. Die über 10 cm lange und 3 mm breite Pflanze wird als „gracillima” bezeichnet! Das unter der Bezeichnung P. palmicola liegende Material ist zweifellos eine Taxilejeunea lumbricoides oder aus allernachster Verwandschaft derselben. Die P. palmicola ist also zu streichen.

Dem Original ist ferner eine P. gigantea beigemischt mit reichlichen Standen.

P. utriculata St. — Untersucht: P. utriculata, ex herb. Verdoorn Nr. 10585. Java, Tjibodas, leg. Fleischer 1899. In dieser merkwürdigen Pflanze muss man einen Aussenseiter der Gattung Pycnolejeunea sehen. Die Grosse des Lobulus scheint ihre Stellung in dieser Gattung allerdings zu rechtfertigen; aber bereits die sackartige Einrollung ist aussergewöhnlich. Gerade Lobuli von dieser Form und Grosse kommen auch bei Hygrolejeunea und Taxilejeunea vor. Noch mehr storen für den Habitus der Pycnolejeunea das Zellnetz sowie die stark eingerollten Blatter. Ganz ungewöhnlich ist schliesslich die reihenweise Anordnung der Perianthe. Besonders diese Tatsache und auch der Gesamteindruck könnten es wahrscheinlich machen, dass die Pflanze vielleicht in die Verwandschaft der Taxilejeunea lumbricoides gehort. Doch ist es unmöglich, hier ein Urteil zu fallen, bevor nicht reichlicheres Material im Rahmen einer monographischen Bearbeitung von Taxilejeunea untersucht und verglichen worden ist. Solange wird man die Art — wenn auch unter Vorbehalt — bei Pycnolejeunea als Aussenseiter belassen müssen.

Wenn man rückblickend die einzelnen Arten betrachtet, fallen nur drei Elemente als nicht zum Formenkreis gehorig auf: P. utriculata, P. novoguinensis und P. palmicola. Die beiden ersten erinnem in wesentlichen Punkten (Perianthaufreihung bei P. utriculata, cordater Amphigastrieninsertion und Zellnetztyp bei beiden), an Taxilejeunea', und P. palmicola konnte mit Sicherheit als Form von T.

Annales Bryologici VIII 8

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