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n.

Ein paar Tage kreuzte das brautliche Schiff des Schahs im blauen Meer. Denn man getraute sich nicht, dem grossen Herrn zu sagen, dass man auf eine Antwort des persischen Botschafters in Wien warten müsse. Nach anderthalb Tagen schon wurde der Schah ungeduldig. Obwohl er sich um den Kurs des Schiffes nicht kümmerte, konnte er doch nicht umhin, zu bemerken, dass immer wieder das gleiche Stück der Küste auftauchte, die er eben verlassen hatte. Auch ihm schien es allmahlich sonderbar, dass ein so starkes Schiff so viel Zeit brauchte, um ein zo kleines Meer zu durchqueren. Er liess den Grossvizir kommen und deutete ihm an, dass er unzufrieden sei mit der Langsamkeit der Ueberfahrt. Er deutete es nur an, er sagte es nicht genau. Denn, traute er schon keinem seiner Diener, solange er sich auf fester Erde befand, so traute er ihnen noch weniger, wenn er auf dem Wasser umherschwamm. Gewiss war man auch zur See in Gottes Hand, aber auch ein wenig in der des Kapitans. Ueberhaupt, so oft er an den Kapitan dachte, wurde der Schah unruhig. Ihm gefiel der Kapitan gar nicht, besonders, weil er sich nicht erinnern konnte, ihn schon jemals gesehen zu haben. Er war namlich ausserst misstrauisch. Selbst die Manner, die ihm heimisch und wohlvertraut waren, verdachtigte er leicht und gerne; wie erst diejenigen, die er nicht kannte oder an die er sich nicht erinnerte? Ja, er war dermassen misstrauisch, dass er nicht einmal sein Misstrauen zu erkennen zu geben wagte — in der kindischen und machtigen Herrn oft eigenen Ueberzeugung, sie seien noch schlauer als ihre Diener. Deshalb deutete er jetzt dem Grossvizir auch nur vorsichtig an, dass ihm dies lange Herumreisen nicht ganz geheuer vorkomme.

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