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zu sagen: es war kaum ein Wölkchen, es war ein Schleierchen, eigentlich nur der Hauch von einem Wölkchen. Auch der Kapitan hatte es im gleichen Augenblick erspaht — und schon hoffte er, ein Wunder sei ihm zu Hilfe gekommen, und er und seine Lüge und seine verlogenen, umgelogenen Instrumente würden in den Augen des Herrn aller Glaubigen plötzlich gerechtfertigt sein.

Aber gerade das Gegenteil war der Fall. Denn: so winzig und hauchdünn das Wölkchen auch war, so verstarkte es doch den Zorn des Schahs. Er hatte sich schon so daran gefreut, dass er Grossvizir und Kapitan auf einer niedertrachtigen Lüge ertappt hatte — — und

jetzt kam die Natur selbst gebar ein Wölkchen

(und wie leicht konnten richtige Wolken daraus werden!) und gab am Ende noch den lügenden Instrumenten recht! Mit grimmerAufmerksamkeitbeobachtete der Schah die unaufhörlich wechselnden Formen des Wölkleins. Bald lockerte es sich. Der Wind zerfranste es ein bisschen. Dann aber ballte es sich noch fester als vorher zusammen. Nun sah es aus, wie ein Schleier, in einen Knauel verdichtet. Dann dehnte es sich in die Lange. Dann schliesslich wurde es dunkier und fester. Der Kapitan stand immer noch hinter dem Rücken des Schahs. Auch er betrachtete die wechselnden Formen der kleinen Wolke, aber keineswegs grimmig, sondern mit tröstlichem Herzen. Ach, aber: wie trog ihn sein Sinn! Jah und wütend wandte sich der Schah um, und sein Angesicht erschien dem Kapitan wie eine Art gefahrlicher violetter Hagelwolke. „Ihr tauscht Euch alle" — begann der machtige Herr ganz leise, mit einer Stimme, die beinahe tonlos, aus unbekannten Gründen der Seele kam. ,,Ihr tauscht Euch alle, wenn Ihr glaubt, dass ich Eure Manöver nicht durchschaue. Die Wahrheit sagst Du

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