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wusste, dass der Baron nur aus Gewohnheit zu der Josephine Matzner gekommen war, begann sie sich nach zwei Glasern Champagner einzureden, er sei ihretwegen allein gekommen. Alsbald schien es auch dem Rittmeister so, dass er der Mizzi wegen heute den Weg hieher genommen hatte. Der Baron hatte ein kleines Herz, aber es war ebenso schnell gerührt, wie vergesslich. Er mochte die Mizzi noch sehr gerne und er fragte sich, warum er sie eigentlich verlassen habe. Er begehrte sie sogar, aber es gab nun ein gewaltiges Hindernis: er schien ihm einfach unschicklich, eine Frau zu kaufen, die man umsonst gehabt hatte, sozusagen umsonst, abgesehen von der Pfaidlerei. Es war ebenso unschicklich, wenn nicht noch unschicklicher, eines der anderen Madchen zu nehmen, sozusagen vor den Augen der Mizzi. In der Hoffnung, dass er dadurch allen peinlichen Ueberlegungen entgehen könnte, gab er der Mizzi zuerst ein Geldstück, ein goldenes Fünfguldenstück. Sie nahm es in die Hand, spuckte darauf und sagte: „Gehn wir hinauf, zu mir, ich hab' ein nettes Kabinett!"

Der Baron ging ins Kabinett und blieb dort bis Mitternacht, in Erinnerungen versunken. Er versprach, oft wieder zu kommen, und er hielt auch sein Versprechen. Er wusste nicht, ob ihn ein Fluch trieb oder ein Segen; ob er eigentlich die Grafin liebte oder die Mizzi; ja ob er überhaupt liebte; ob er überhaupt noch der alte Taittinger war. Es fehlte nur noch wenig, und er ware imstande gewesen, sich selbst in die dritte und letzte Kategorie der Menschen einzureihen: in die Kategorie der „Langweiligen".

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