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nun, Sie kennen ja den Oriënt!" Er schwieg eine lange Weile. Er sah inbrünstig, gewalttatig und doch zugleich auch flehentlich das kalte, stumpfe blonde Gesicht des Grafen an, eine Art blonden Karpfens . . .

„Sie kennen ja den Oriënt!" — begann er, schon verzweifelt, von Neuem.

„Der Oriënt interessiert mich nicht" — sagte der Stumpfe, und seine blassblauen Augen suchten nach der schonen Frau.

Um Gottes Willen! — dachte Taittinger. Weiss der wirklich nicht, was der Schah will? Wie kann er so gleichgültig sein? Er ist ja sonst so eifersüchtig.

„Wissen Sie, der Schah geht mich gar nichts an!" — sagte der Graf. „Auf die Orientalen bin ich nicht eifersüchtig."

„Gewiss, gewiss! Nein, Nein!" rief der Rittmeister. Nie in seinem Leben hatte er sich in solch einer peniblen Situation befunden. Uebrigens begann in ihm schon der stille Vorwurf zu nagen, dass er sich ja selbst in diese penible Situation gebracht hatte! Er spürte auf einmal die zudringliche Hitze der Kerzen, einen leuchtenden Wüstensturm, und die eigene Torheit, die ihm ausserdem eine innere Hitze verursachte. Schon fing er zu schwitzen an, aus Angst hauptsachlich. Es musste heraus, er konnte es nicht langer zurückhalten. Und in einem wahren Anfall von Attackengeist sprudelte er den Satz heraus: „Ich meine, man muss die Grafin für eine Weile aus dem Saai retten!"

Der Graf, der eben noch so stumpf und fade dagesessen war, wurde rot im Gesicht. Ein böser Zorn verdunkelte seine hellen blassen Aeuglein. „Was erlauben Sie sich?" — rief er. Taittinger blieb sitzen. „Bitte, mich ruhig anzuhören" — sagte er. Er nahm seine letzten Krafte zusammen und fuhr fort: „Es handelt sich darum, die Ehre Ihrer Frau, Ihre, die

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