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Sedlacek im Fiaker folgte, brachte man die persische Majestat in das Haus der Frau Matzner. Wenn einer der Stammgaste in jener Stunde zufallig vorbeigekommen ware, hatte er denken müssen, das Haus, ja, die ganze Gasse seien verzaubert. Es schlief das Haus, und es schlief die Gasse, und ausgelöscht waren die Laternen, und ausgelöscht schien die Welt. Nur der teilnahmslose schmale Ausschnitt des Himmels über den Dachern war wach, und seine silbernen Sterne glitzerten.

Auch das Innere des Hauses Matzner war nicht wieder zu erkennen. Alle Pensionarinnen sassen eingesperrt in ihren Zimmern. Frau Matzner bewahrte die Schlüssel. In ihrem aschgrauen, hoch- und festverschlossenen Kleid, mitten in dem Zwielicht, das sie selbst so mühsam hergestellt hatte, dank allerhand Schleiern und Tüchern, damit das allzu gewöhnliche Dekor nicht deutlich zum Vorschein komme, erinnerte sie an ein nach langen Jahren, Jahrhunderten des Todes wieder aufgescheuchtes Gespenst einer verschwiegenen Kammerzofe. Mit einer tiefen Verbeugung empfing sie das ankommende Paar, die Mizzi und die Majestat. Kein Laut war hörbar, und nichts war deutlich sichtbar. Seine Majestat, der Schah, musste glauben, dass er in eines jener verzauberten okzidentalen Schlösser geraten sei, von denen ihm seine wunschselige Phantasie seit Jahren schon in Teheran so viel versprochen hatte. Der Schah glaubte es in der Tat. Weitaus kindischer noch als etwa ein beliebiger europaischer Christ, der in jenen Jahren nach Persien kam und der die Geheimnisse des sogenannten Oriënt* entdeckt zu haben glaubte, wenn es ihm nur gelungen war, eine der aller Welt offen stehenden Freudenstatten zu sehn, war Seine Majestat in dieser Nacht begeistert von den Geheimnissen des Abendlands, die er end-

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