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mitgeteilt, aufgeputzt, aufgefrischt, in niedlichen Glossen kommentiert, wurde eine echte Sensation.

Der Prozess dauerte allerdings nur zwei Tage. Es war Anfang September, der klare Sommer ging brüderlich in einen klaren Herbst über. Im Gerichtssaal herrschte noch eine bedeutende Hitze. Der Zuhörer gab es viele. Aus der Untersuchungshaft wurde nur einer der Angeklagten vorgeführt: Franz Lissauer. Sein Triestiner Auftraggeber war verschwunden. Auf freiem Fuss belassen hatte man Fraulein Mizzi Schinagl. Sie kam, begleitet von ihrem Anwalt. Die berühmte Firma Seidmann, die seit vielen Jahren mit echten Brüsseler Spitzen handelte und sich geschadigt fühlte, erhob Anspruch auf Schadenersatz. Auch diese Firma, ebenso wie die Frau Matzner, vertrat der Hofund Gerichtsadvokat Doktor Silberer. Es bestand alle Aussicht, dass Mizzi Schinagl den Rest ihres Vermogens verlieren würde. Der Verteidiger Lissauers bemühte sich, nachzuweisen, dass die Schinagl dank ihrer weiblichen Damonie ihren leichtsinnigen Geliebten verführt hatte. Dunkel war ihre Vergangenheit. Durch einen marchenhaft-orientalischen Glücksfall zu einer reichen Frau geworden, hatte sie innerhalb weniger Jahre in verbrecherischer Verschwendung den grössten Teil ihres Vermogens verbraucht, ihr Kind — ein uneheliches natürlich — fast verkommen lassen, nur ein Maljahrlich flüchtig besucht, und schliesslich, wie es ja nicht anders möglich ist, einen verliebten Mann zu einem Werkzeug degradiert und zum Verbrechen verführt.

Mizzi Schinagl begriff sehr wenig von den Vorgangen und Reden im Gerichtssaal. Zuweilen kam ihr alles sogar harmlos vor, harmloser noch, als dereinst in der Schule. Sie erinnerte sich, so ahnlich war es auch einst in der Klasse gewesen, in der Volksschule. Man stand

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