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doch erleichtert und bereit, noch an diesem Vormittag mit dem Rittmeister nach Kagran hinauszufahren. „Nein, lieber Doktor, sofort bitte!" — sagte Taittinger. Er ware nicht imstande gewesen, eine halbe Stunde langer zu warten. Auf einmal, da er knapp vor diesem langweiligen Kagran stand, schien er alle Schrecken schon im Voraus zu spüren, mit denen es ihn erwartete. Er! In ein Gefangnis! Es war schauerlich! Der Doktor Stiasny sagte es so leicht vor sich hin! Freilich, nicht jeder Mensch war Polizeiarzt und ging jeden Tag in Gefangnisse. Man musste die ganze Angelegenheit schnell hinter sich bringen.

Wahrend der Fahrt nach Kagran, im Fiaker, war Taittinger still-bekümmert. Dabei fuhren sie geradezu im Galopp. Als sie anlangten, hatten ihn Langeweile, Kummer und Bangnis dermassen mitgenommen, dass er fast den Zustand der Gleichgültigkeit erreichte.

Der Gefangnisdirektor Regierungsrat Smekal hatte goldgeranderte Brillen — nicht einmal sie chokierten den unseligen Taittinger. Er wurde vorgestellt. Er gab die Hand. Er tat Alles, was zu tun war und hatte nur eine nebelhafte Vorstellung von allem, was sich mit ihm und was sich rings um ihn zutrug. Wie aus weiter Ferne hörte er den Gefangnisdirektor sagen, dass es ihm unmöglich sei, gewissen Straflingen das Briefschreiben zu untersagen. Jawohl! Es war ^ ihm unmöglich. Er verstand sehr wohl die „Difficültaten des Herrn Baron, — aber, wie gesagt: „die Vorschriften !... Und er wollte auch auf den Haftling Schinagl in dem Sinne einwirken, dass sie nicht mehr schreibe, ausser an ihren Vater in Sievering und ihren Sohn in Graz. Und am einfachsten sei es wohl: der Herr Baron spricht selbst mit ihr. Dagegen ist keine Vorschrift. Der Regierungsrat Smekal kann den Haftling Mizzi Schinagl sofort holen lassen, selbst liieher, in die Kanzlei,

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