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sie die Hande fallen liesse, Taittinger nicht mehr sehen können; verschwunden ware er dann. Und sie hielt mit den Handen hinter den geschlossenen Lidern seinen Anblick fest, mit Gewalt. Sie liess endlich die Hande fallen, aber ihre Augen waren noch geschlossen. Sie fühlte, dass sie im nachsten Moment weinen müsste, gramte sich darüber, wünschte es sich aber auch gleichzeitig.

Taittinger war ratlos, wie noch nie in seinem Leben. Er stand suf, aber er ging nicht auf die Schinagl zu, sondern zur Wand und starrte gedankenlos auf eine sinnlose Tabelle. Seine Hande spielten mit dem grünen Hütchen und mit den grauen Handschuhen. Es dauerte ein paar Minuten, ehe er seine gewohnte, natürliche leichtfertige Gleichgültigkeit wieder bekam, den nonchalanten Gleichmut. „Ja, da bist Du ja, liebe Mizzi! Lass' Dich anschaun! Wie geht's Dir? sagte er mit seiner alten, zartlichen, naselnden Heiterkeit. Lieblich klang sie der Mizzi, und um besser zu hören, öffnete sie auch die Augen. „Setz Dich, Mizzi! sagte Taittinger, und sie gehorchte und sass da, auf der Stuhlkante, die Hande im Schoss gefaltet wie ein Schulmadchen. Er dachte, es wahre wohl angebracht, ein kleines Kompliment zu sagen; aber das konnte man ja nicht, unter diesen Umstanden. Du siehst aber gut aus, zum Beispiel, war gewiss deplaciert. „Dank schön", stotterte die Mizzi, „dass Du dass Herr Baron gekommen sind, bitte um Entschuldigung für den Brief". Ja, natürlich, der Brief, das war ja der Grund, weshalb er hier war; aber nett musste das gesagt werden. „Es ist so nett" — sagte Mizzi fast tonlos — „zu kommen, wenn ich drum bitte und ins

Unglück geraten bin. Das ist so, so edel!" Sie

hatte unter grosser Anstrengung dieses Wort gefunden, und wie plötzlich befreit, brach ein Strom von Schluch-

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