Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

wieder an, bitterlich zu schluchzen. In starren, unregelmassigen, stachligen Bündeln starrte das Haar der Mizzi empor, und Taittinger hatte Mühe, nicht wieder einen Schritt zurückzutreten. Schrecken und Mitleid erfüllten, überfluteten ihn. Ja, Mitleid! Zum ersten Mal empfand er Mitleid in seinem Leben. Es war ihm zu Mute, wie einem, der vor seinem eigenen Glück erschrickt. Er streichelte die stachligen Büschel mit einer verschamten Hand, und er wunderte sich dariiber, dass er es tat. Nicht mehr der alte Taittinger war er, er verlor sich, er fiel, und das Fallen bereitete ihm eine neue, unbekannte Wonne und glich einem Schweben. „Wann kommst Du heraus?" fragte er und stülpte wieder die greuliche Haube über Mizzis armen Kopf. „Ich weiss nicht" — schluchzte sie. „Am liebsten war s, ich bleib hier!" — „Ich werd' schaun, was ich tun kann!" — sagte Taittinger. „Dank' schön, Herr Baron!" sagte Mizzi.

Er war nicht mehr im Stande, sie anzusehn. Es schien ihm auf ein Mal, dass er schuld war: er wusste nur nicht, wieso, warum. Die Schinagl fühlte es vielleicht. Sie erhob sich mit einem plötzlichen Ruck. „Darf ich gehn, Herr Baron?" — fragte sie, und es war Würde und Anmut ih ihrem Aufstehn, in ihrem

Bliek, in ihrer Stimme.

„H. v. T.*\ „poste restante" — sagte Taittinger. — Ihre holzbesohlten Sandalen klapperten, auf dem hölzernen Boden der Kanzlei zuerst, dann lauter, harter, auf den Steinen des Korridors. Taittinger sah sich nicht mehr um. Er stand der Wand zugekehrt und starrte gedankenlos auf die unsinnigen Tabellen.

Er erinnerte sich jetzt erst, dass er nach dem Sohn hatte fragen mussen. Wo befand sich der eigentlich? — O, er hatte keineswegs etwa das Gefühl einer Verpflichtung! Es schmerzte ihn einfach, dass er das

Sluiten