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Sie öffnete weit den Mund, der Atem ging ihr aus,

sie wollte etwas rufen: Luft oder Fenster aber

sie vergass es sofort. Es wurde ihr sehr heiss, eine unnennbare Furcht ergriff sie, sie trommelte mit den Fingern auf der Bettdecke. Sie verdrehte die Augen. Der Doktor schickte die Schwester nach Sauerstoff in die Apotheke, er bereitete die Morphiumspritze vor. Die Schwester kam, mit den Ballons. In diesem Augenblick erhob sich die Matzner im Bett und fiel sofort wieder zurück. Ein leichtes Zucken bewegte ihre Augenlider, und auch ihre Finger flatterten auf der Bettdecke. Dann fiel ihre rechte Hand über die Lehne. Der Friede kam über die Josephine Matzner.

Man begrub sie an einem der ersten regnerischen Tage dieses Herbstes. Es war ein Leichenbegangnis dritter Klasse, 2 Rappen ohne galonierte Diener. Den Vorschriften gemass veröffentlichte der Notar in den Zeitungen die übliche Notiz: „Erben gesucht!"

Es meldete sich zwei Monate spater ein Neffe der Matzner, Hopfenbauer in Saaz, wohlhabend und ohne jedes Gefühl der Dankbarkeit gegen das Schicksal wie gegen die Tante.

Die „weibliche Strafanstalt" in Kagran bekam die Mitteilung, dass der Haftling Mizzi Schinagl als Erbin der verstorbenen Ledigen Josephine Matzner in den Besitz von dreihundert Gulden gekommen zei.

Die Notiz in den Zeitungen las der Polizeireporter Lazik. In seinem einfallsreichen Gehirn formte sich ein ganz bestimmter Plan. Er sprach darüber mit seinem Freund, dem Oberinspektor Sedlacek, am Schottenring, im Café Wirzl.

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