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einmal verandert war er, fremd, streng und lieb und — allerdings — auch ein bisschen wieder langweilig. Aber seine Hand war stark, warm und beredt, wie am Abend und, nachdem er fort war, fühlte Taittinger Heimweh nach ihm. Es verdross ihn auch, dass man ihn allein gelassen hatte. Er trank noch eine Flasche, sah die letzten Gaste gehn, Hoffnung und Trost blühten wieder auf in seinem Herzen. Es wird sich alles ordnen, dachte er. Es schneite immer noch, immer dichter, was hatte man jetzt? November. Der Schnee erinnerte selbstverstandlich an Weihnachten und also dachte Taittinger: „Bis Weihnachten wird sich alles ordnen!"

In dieser Nacht schlief er gut, unbekümmert und traumlos.

Am Morgen lag der Schnee schon hoch, fest und gefroren. Die Hufe des Pylades, den er heute ritt, sentimental und aus Abschiedsschmerz, glitschten gefahrlich über das leergefegte Kopfpflaster. Die Trompeten bliesen verhalten, verschleiert und betaubt. „Pylades", sagte der Rittmeister, als er auf dem Exerzierplatz absass, „Pylades, es ist das letzte Mal!" Er klopfte den Hals des Schimmels, holte ein Stück Zucker aus dem Patrontaschchen, steckte es zwischen die Zahne des Tiers und hielt lange die gehöhlte Hand vor die warmen weichen Nüstern und die dankbare, grosse, heiss-kühle Zunge. Er fühlte, dass er nicht mehr die Kraft haben würde, noch heute auf Pylades wieder in die Kaserne einzurücken. Er befahl dem Wachtmeister, das Pferd zurückzuschicken. Er übergab Oeberleutnant Zschoch die Eskadron. In der Zehnuhrpause ging er fort, meldete sich bei Major Festetics ab und schritt schnell der Stadt zu, immer schneller, mit möglichst viel Gerausch, um die Wehmut zu betauben und auch die leise Angst vor den Briefen,

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