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XXIV.

Sie sassen die ganze Nacht bei Sedlak, Taittinger und der Rechnungsunteroffizier Zenower. Aucher, Zenower, war betaubt von der Schnelligkeit des Schicksals. Auch er, das Kind der Köchin, war ein Kind der Armee. Auch er, obwohl er das wahre Leid der Welt ausserhalb der Kasernen kannte, war nicht imstande, den Schmerz Taittingers gering zu schatzen; und er war auch betrübt, wie heute Alle, vom Obersten bis zu den Rekruten. Es gab gewiss viel Unglück auf Erden. Aber hier war ein sichtbares, ein greifbares Unglück der Kaserne, in der man schlief und ass und lebte. Gestern noch hatte er dem Rittmeister etwas sagen, raten, helfen können. Heute war er stumm. Taittinger war stumm. Manchmal sagte er nur: „Denken Sie doch, Zenower! ..." Aber er wusste nicht, was Zenower eigentlich zu denken hatte. Die Wanduhr tickte, ihre schwarzen Zeiger drehten sich unermüdlich, gleichmassig glitten sie an den Ziffern vorbei und hielten sich nicht auf, als waren's nur Minutenstriche, und beide Manner blickten oft gleichzeitig nach der Uhr und beide empfanden mit der gleichen Deutlichkeit beim Anblick der unveranderlichen Zeitgesetze die menschliche Ohnmacht, auch allen andern Gesetzen gegenüber, den bekannten und den unbekannten. Die Stunden gingen, Teile des Lebens. Eine, zwei, drei oder auch zehn Stunden seines Lebens hatte Taittinger vertan oder verraten; es war nichts mehr zu reparieren.

Die letzten Gaste gingen, das Petroleum im glasernen Rundbrenner verringerte sich zusehends. Sie Hessen Kerzen bringen und Wein und blieben sitzen. Man sah, als die Lampe vollends erlosch, den silbernen Schimmer des Schnees vor den Fenstern. Der frostige Wind sang dünn und heil durch die Nacht, und die Scheiben

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