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herankommen. Die Bauern wissen, cltiss der Gutsherr verschuldet ist. „Ihr Sohn?" — fragt Taittinger den Wachtmeister. „Nein" — sagt der junge Mann — „Ihr Sohn bin ich, Herr Baron!" — „Ah" ^sagt Taittinger — „Sie sind der Schinagl!" — „Ja!" — sagt der Junge. Taittinger sieht ihn genau an. Er tragt einen griinen Samtanzug, hat kurze Aermel und viel zu grosse, rote, aufgesprungene Hande und unappetitliche Nagel. Der Kopf könnte angehn, Taittinger bemüht sich, irgendeine Aehnlichkeit zwischen sich selbst und dem jungen Mann zu entdecken. Es geht nicht, beim besten Willen nicht. Der Junge hat rotgeranderte Augen aus blauem Porzellan, er verzieht den Mund unaufhörlich, seine Ohren glühen rot, sein Kopf ist kahl rasiert, so dass man die Haarfarbe nicht erkennen kann, seine blaue, tintenbefleckte Kappe mit dem schabigen, verrunzelten Lackschirm knetet er unaufhörlich mit den hasslichen Fausten. Er kann nicht einen Augenblick still sein. Er tritt von einem Fuss auf den andern, manchmal wippt er im Stehen. Taittinger hat noch niemals ein ahnliches Lebewesen gesehn. Er denkt schon daran, morgen abzureisen.

„Ja, Herr Schinagl", sagt er, „was wünschen Sie?" — Er hat seine gewohnte, die alte Baron-und-Rittmeisterstimme, eine sehr langsame, lassige, dennoch scharf trompetende Stimme. Der Junge wippt einen Schritt zurück. „Ich möcht' wissen, wie es der Mutter geht!" Er spricht sehr laut, Taittinger empfindet, dass die Stimme gleichsam rot ist, gerötet, wie die Fauste und wie die Ohren. Der Kerl ist unausstehlich — denkt er und schiebt das Gulasch weg und trinkt Bier. „Was wollen Sie?" — fragt der Baron noch einmal. „Wissen, wie's der Mutter geht!" — wiederholt der Xandl. Der Baron denkt nach, aber nicht über das Befinden der Mizzi Schinagl, sondern darüber, ob er sagen soll.

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