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Mitten in der Nacht, wenn das Feuer im Schlafzimmer ausging, wurde es plötzlich, ohne Uebergang, frostig und nass, die Kissen und die Leintücher schwitzten feuchte Kal te aus und rochen nach faulem Heu. Weihnachten nahte, ein unleidliches Fest, erfüllt von heuchlerischen Wünschen aller bösen Menschen, von gierig ausgestreckten süchtigen Handen, von verkleideten

Bauernbuben und Engeln aus Papier und Weih-

nachten dauerte in dieser Gegend, dank dem russischen Kalender, etwa drei Wochen. Nun hatte dieser junge Schinagl noch gedroht, hierherzukommen. Ohne den Wachtmeister war es unmöglich, den Jungen anzusehn. Beide Pferde waren verkauft, das nachste Semester für den Schinagl bezahlt, der Baron Taittinger hatte eigent lich noch Geld genug, um einige Wochen in Wien zu leben. Bescheiden allerdings, nicht im Hotel Imperial. Jede Nacht, wenn Taittinger die Herberge Jankos verliess, um den bitterkalten Leidens-Heimweg anzutreten, hatte er so viel Sliwowitz getrunken, dass er überzeugt war, er könnte heute noch packen, morgen früh einspannen lassen und wegfahren. Aber als er sein Haus betrat und die Kerze zuerst, dann die Lampe entzündete, ergriffen ihn Furcht und Ekel vor den nachtlichen Schatten der Möbel, vor dem Schwamm an den Wanden, vor den Gerauschen der knackenden Turen und Fenster. Er legte sich schnell hin, solange das Feuer im Ofen noch hielt, verfiel in unruhigen Schlaf, erwachte spat, trank einen Kaffee aus Zichorie, hierauf einen bleichen Landwein, kleidete sich an, streifte gedankenlos und ziellos durch die Gegend, sehnte sich nach dem Abend, ging in die Herberge, erwartete den Wachtmeister, sprach kaum ein Wort mit dem Bürgermeister und dem Oekonomen, die gelegentlich auch eintraten, und trank sich neuerlich einen kümmerlichen Zweistundenmut an, der gerade

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