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geliefert hatte. Den grossen Filzhut mit den Glaskirschen hielt sie in der Hand, aus Angst, er könnte in der Zwischenzeit unmodern geworden sein. Ihr immer noch kurzes, üppig nachgewuchertes schönes Haar leuchtete mit frischem Glanz, und ihr gebleichtes Angesicht erschien schmal, edel geradezu. Jetzt sieht sie wirklich wie die Helen' aus! — dachte Taittinger.

„Ich kann mir die übliche Sittenpredigt ersparen" — sagte lachelnd der Direktor. „Mizzi Schinagl, der Herr Baron kümmert sich in so edler Weise um Sie,dass ich bestimmt weiss, ich werd' Sie hier nicht mehr wiedersehn. Herr Baron, ich steh' Ihnen immer zur Verfügung!"

Auf Taittinger wartete draussen der Wagen. „Wohin willst Du?" fragte er. Mizzi aber sah sich erst bekümmert um, offenbar vermisste sie jemanden. „Ich muss noch warten" — sagte sie — „die Leni kommt noch. Sie haben mich zu früh herausgeholt!" — Es war ein Vorwurf. Die Freiheit, der Frühling, der wartende Gummiradler und der Baron schienen der Mizzi keine Freude zu machen. „Wer ist die Leni?" fragte Taittinger. „Meine Freundin, Herr Baron! Wir waren alle beide in der Zelle. Die Leni wegen Beihilfe zur Fruchtabtreibung, die ist ein sauberes Weibsstück, die Leni, wir waren gut miteinander, sie ist schon vor vier Wochen freigekommen. Die halt Wort, die kommt sicher."

In diesem Augenblick sah der Baron auch etwas Stattliches, Grelles und Winkendes eilig herannahen. Jetzt konnte man diese Erscheinung schon vernehmen. Schrille Rufe wehten vor ihr einher. Immer deutlicher erkannte man, dass sie den Namen „Mizzi" rief und, dass es sich um ein weibliches Wesen handelte, in einem gelben, rohseidenen Kostüm, mit einem hellgrünen, radgrossen Hut, mit schwarzen, hervorquel-

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