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XXVI.

Der Prater offenbarte am Vormittag die gesittete Lieblichkeit eines Parks, die geheimnisvolle Stille eines Waldes und die rührige Bewegtheit eines Vorfeiertages.

Man sah damals den Baron Taittinger haufig in der Hauptallee zu Fuss. Vor vielen Jahren — eine Welt lag dazwischen — war er diesen Weg geritten, auf dem Rücken des „Pylades".

Manchmal ging der Baron den Rand der Reitallee entlang. An ihm vorbei trabten und galoppierten die Herrschaften. Manche erkannte er, ohne sie erst gesehn zu haben, am Rhytmus und am Schritt der Tiere, an der Reiter Art, im Sattel zu sitzen, Zügel und Peitsche zu halten, an der Krümmung der Rücken. Dies hier war die Stute Glans-Ei-re pasz. Dort ritt Tibor von Daniël. Drüben grüsste eben Emilio Casabona seinen Landsmann, den Grafen Pogatcio. Das Pferd des Bankiers von Goldschmidt war ein Brauner aus dem Gestüt des Grafen Khun-Hedervary, es war seine zweitausend Gulden wert. Dagegen ritt die Seilern und Aspang eine hassliche Stute mit plumpen Gang und viel zu breitem Hinterteil. Mit gründlichem Ernst machte Taittinger jeden Vormittag derlei Feststellungen. Er ging nirgends mehr hin, er kannte immer noch alle. Es kam ihm vor, dass es seine Aufgabe sei, sie in „Evidenz zu halten". Manchmal beunruhigte ihn die Abwesenheit eines Kavaliers, der schon zwei Tage nicht in der Allee erschienen war. Dann ging er bis zum Spitz und setzte sich ins Gasthaus, wo viele von den Reitern abzusteigen pflegten. Viele erkannten ihn. Was denn mit ihm geschehen sei, fragten sie, und er antwortete immer mit der gleichen lügnerischen Phrase: „Ich bin ganz verbauert!" — So sagte er. Es sei schauderhaft auf dem Gut, aber seine Anwesen-

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