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haupt alles brave Leute. Es waren halt ihre „volkstümlichen Sitten". Allmahlich gehelen ihm diese Sitten sogar. Es ging eine freundliche Warme von Mizzi Schinagl aus, an so kühlen Frühlingsabenden. Warme Erinnerungen erwachten, Erinnerungen an ihren Körper, an manche seiner geheimen Merkmale, an seine verborgene Lüsternheiten, an seine wollüstigen Geschenke. Storende Gebarden vollführte die Mizzi freilich. Sie merkte sie aber selbst zuerst und begann allmahlich, sich ihrer zu enthalten. Sie bandigte ihre Lebhaftigkeit, schlug nicht mehr die Hande vors Gesicht, wenn sie lachte und schrie nicht mehr auf, wenn sie erschrak. All dies zwang sie sich ab, den Trost im Herzen, den sie einst in der Schule parat gehalten hatte: es dauert ja doch nur vier Stunden. Sehr wirres und widerspruchsvolles Zeug huschte durch ihren Kopf. Sie hatte sich auch in der Anstalt lediglich bestraft gefühlt, ebenfalls wie einst in der Schule; aber keineswegs etwa entwürdigt. Jetzt aber, in der Freibeit, empfand sie, dass ihr zu Unrecht ein Schimpf anhaftete. Zu Unrecht! Denn worin war sie schuldig? Sie überlegte angestrengt und schritt mit der Genauigkeit, deren nur Beleidigte und Geschmahte fahig sind, Jahr für Jahr, Handlung für Handlung ihres bisherigen Lebens ab. Am Anfang stand Taittinger. Vorher war nichts als der unbestimmte Dammer des vaterlichen Ladens gewesen. Ein Glanzumflossener trat plötzlich ein. Sterne hat er am Kragen, Sonnen am Rock und einen silbernen schmalen Blitz an der Hüfte. Man hatte brav den Friseur Xandl geheiratet, wenn der Strahlende nicht gekommen ware! Man ware zur Matzner nicht gekommen! Man ware auch nicht ein Kebsweib geworden und mit Perlen beschenkt. Perlen bringen Unglück! Schuld war der Taittinger.

Unfahig, wie sie war, lange Zeit zu schweigen, sprach

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