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überlegten gleichsam mit den Augen, wer von ihnen zuerst sprechen sollte. Schliesslich fingen sie gleichzeitig an, hochdeutsch und mit dem gleichen Satz: „Es ist ein grosses Malheur passiert!" — „Was ist geschehn?" — fragte Taittinger. „Ein Malheur!" — wiederholte die Kreutzer — und sie weinte auch schon. „Ruhe, Leni!" befahl Trummer. Er nahm das Wort, verfiel nach zwei hochdeutschen Satzen wieder in den Dialekt, wurde unsicher, fragte immerzu: „verstanden?" —- und musste schliesslich innehalten. Frau Kreutzer begann die Geschichte wieder von neuem. Das Weinen steckte noch in ihrer Kehle, farbte ihre Rede, erinnerte an das Miauen einer Katze und an Messerschleifen zugleich und hie und da an den durchdringenden Aufschrei einer Gabel, die auf einem Teller ausgleitet. Sie betaubte Taittinger dermassen, dass er zehn Minuten lang gar nichts begriff. Dazu kam, dass sie selbst nicht immer zu wissen schien, was sie eben erzahlt hatte, denn von Zeit zu Zeit, unterbrach sie ihre Rede mit der Frage: „Wos hab' ich jetzt gesagt?" — worauf Taittinger schwieg und Herr Trummer wieder von vorn anfing. Jetzt, nachdem er sich entschlossen hatte, durchwegs beim Dialekt zu bleiben, gelang es ihm auch, einen Zusammenhang in den Bericht zu bringen. Es verging immerhin eine Viertelstunde, bevor Taittinger begriff, dass der Xandl etwas Schreckliches angestellt hatte — und zwar infolge der Schuld des Barons.

„Schuld hob' i gsogt!" — wiederholte Trummer.

„Allen gehorsamen Respekt, Herr Baron" — warf die Kreutzer ein, — „aber man kann dem Buben doch kein Vermogen in die Hand geben!"

„Was hat er denn damit angestellt?" — fragte der Baron. Alles ist falsch, was ich mache, dachte er. Jetzt hab' ich ihm das Geld gegeben, damit ich Ruh' hab', und das Gegenteil ist der Fall.

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