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Im Laufe der nachtsten Tage aber musste Taittinger die Erfahrung machen, dass er durchaus nicht imstande war, „das Nötige zu veranlassen". Die Sache SchinaglTrummer war bereits dem Untersuchungsrichter anvertraut, als Taittinger den Polizeiarzt aufsuchte. „Weisst Du" — sagte der Doktor Stiasny — „bei uns, bei der Polizei, das lasst sich immer noch was machen. Bei uns, weisst Du, da gibt's sozusagen Abtreibungen, da sind die Geschichten noch Embryos. Aber Du bist zu spat gekommen! Beim Untersuchungsrichter reift die Frucht langsam, aber sicher und unaufhaltsam. Und da gibt's auch nix zu machen. Du kannst grad noch verhindern, dass beim Prozess Dein Name genannt wird, direkt oder indirekt. Das übernehm ich gerne: der Doktor Blum von der Gerichtssaalkorrespondenz ist mein Freund. Auch wenn von Dir die Rede sein sollte, im Verlauf des Prozesses, so kommt nix davon in die Zeitungen. Lieber Baron, das ist alles, was ich für Dich machen kann."

Der Oberstleutnant Kalergi meinte ebenfalls, dass die Affare unrettbar verloren sei. Taittinger begriff nicht ganz, weshalb es schwieriger sein sollte, etwas beim Gericht zu unternehmen, als bei der Polizei. „Ein Richter, weisst Du" — so belehrte ihn Kalergi — „ist etwas anderes als ein Beamter der Polizei. Die sind so was wie die Engel unter den Beamten. Aber Dich geht ja die ganze Geschichte nur insoweit an, als sie Deinem Gesuch um Wiederaufnahme in die Armee schaden kann. Fahr' weg! Vorlaufig! Ich sorg' schon dafür, dass Alles gut geht."

Nein, Taittinger fuhr nicht weg. Eine seltsame Bangnis hielt ihn zurück. Beinahe war es schon eine Furcht des Gewissens. Schon fühlte er sich schuldig und unlösbar verbunden mit fremden Schicksalen und Angelegenheiten. Er fiihlte selbst, dass eine grosse Ver-

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