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obwohl er auch etwas Unbehagen vor Pollitzers Lavallière-Krawatte, vor seinem Schlapphut, seiner bunten Samtweste und den vielen Papieren in seiner Rocktasche empfand. Er ging, zwei Hauser weiter. Er folgte dem Trupp, gehorsam wie ein Haustier und mit verdoppelter, weil mühsam gezahmter Ungeduld. Er stieg die drei Treppen empor. Er trat hinter den Andren durch eine finstere Küche in ein helles, von einem Glasdach überdecktes Atelier. Der alte Neapolitaner blieb sitzen.

Den Vertrag hatte Pollitzer mitgebracht, der alte Tino Percoli verpflichtete sich darin, die Aktualitaten der letzten Monate nachzuliefern, gegen einen Vorschuss von hundert Gulden. Er durfte innerhalb der Monarchie keine gleichen Modelle anbieten, an das Berliner Panoptikum erst in einem Abstand von zwei Wochen. Ausgenommen war das Musée Grevin in Paris und überhaupt das Ausland. „Den Vertrag behalt' ich bis morgen" — sagte Percoli. „Morgen nachmittag! Ich will ihn allein durchlesen."

„Ich bitte um die Freundlichkeit, das durchzulesen, was Herrn Baron betrifft" — sagte Pollitzer. Taittinger musste noch einmal ins Café.

Es erwies sich, dass er siebenhundert Gulden in bar zu erlegen hatte, für den Rest — achthundert rund — garantierte er. Man brachte ihm Tinte und Feder. Er unterschrieb mit fester und heiterer Hand. Es kam ihm vor, dass er gewaltige Lasten abgeworfen, das Gewissen befreit hatte, Sorgen entronnen war, allen möglichen Verwicklungen und Peinlichkeiten. Er nahm geradezu herzlichen Abschied von Allen. Er versprach, Sonntag zur Neueröffnung des Panoptikums zu kommen. Es sollte einen neuen Namen tragen. Pollitzer hatte vorgeschlagen: „Das Welt-Bioscop". Der Name gefiel allen Beteiligten. Man ging trinken. Man

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