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Was das „Welt-Bioscop-Theater" betraf, so durfte es am Tag nach der Abreise der persischen Majestat wieder aufmachen. Mizzi Schinagl sass zuweilen an der Kassa, mit Perlen behangt. Manchmal dachte sie an den Prozess, der ihrem Xandl bevorstand. Manchmal ging sie ins Untersuchungsgefangnis, um ihm einige starkende Sachen zu bringen, Kase, Salami und, hinter dem wohlwollenden Rücken des Aufsehers, auch Zigaretten. Niemals kam sie mit der Empfindung zurück, dass Xandl ihr Sohn sei und sie seine Mutter.

Sehr selten, aber dafür auch immer heftiger, dachte sie an den geliebten Taittinger. Dann wurde sie traurig. Da es aber keineswegs in ihrer Natur lag, traurig zu bleiben, zwang sie sich mit fröhlicher Gewaltsamkeit, an die zweitausend Gulden zu denken, die sicher in der Postsparkasse lagen und an das gute Geschaft, das sie mit dem Welt-Bioscop-Theater machte. Sie war gesund, munter, manchmal auch ausgelassen. Sie gehorte zu jenen Frauen, die man ihrer knusprigen Fülle wegen ,,resch" nennt. Und sie hielt manchmal Ausschau nach einem Mann.

Der alte Tino Percoli, der dem Welt-Bioscop immer noch Wachsfiguren lieferte und der die Geschichte der Mizzi Schinagl kannte, pflegte manchmal zu sagen: ,,Ich könnte vielleicht Puppen herstellen, die Herz, Gewissen, Leidenschaft, Gefühl, Sittlichkeit haben. Aber nach dergleichen fragt in der ganzen Welt niemand. Sie wollen nur Kuriositaten in der Welt; sie wollen Ungeheuer. Ungeheuer wollen sie!"

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