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Anklage oder Untersuchungsverfahren. Das Erste ist jene Form, bei welcher das Verfahren über das Daseyn eines Verbrechens und die Bestrafung Derjenigen welche dasselbe verübten, zwischen zwei einander gegenüberstehenden Partheien, Anklager und Angeklagten, verhandelt wird, sodasz auch erst auf erhobene Anklage eines Verbrechens eine Untersuchung gegen einen Verdachtigen eingeleitet und bei der Verhandlung und Entscheidung der Antrag des Anklagers zum Grunde gelegt wird.

Der Zweite ist dagegen die Form, nach welcher der mit der Untersuchung beauftragte Beamte unabhangig von Antragen eines Anklagers jede auf ein verübtes Verbrechen führende Spur verfolgt und alle Mittel anwendet, um die Wahrheit, ob das Verbrechen verübt und wie weit jemand desselben schuldig ist, auszumitteln und die Richter ohne Rücksicht auf eine ge~ steilte Anklage über die Strafwürdigkeit eines Beschuldigten urtheilen 20).

En GeiB:

Der oberste Grundsatz des früheren Processes namlich, dasz die Anwendung einer jeden Criminalstrafe eine förmliche Anklage des Schuldigen voraussetze, wurde auch noch in der gegenwartigen Zeit aufgestellt.

Jedoch wir müssen diese Entwicklung des inquisitorischen Elements in der gegenwartigen Periode noch etwas genauer verfolgen. Die höchste Spitze, bis zur welcher man dasselbe ausbildete, war die Anerkennung der Regel dasz wenigstens bei gewissen Verbrechen das Auftreten eines Anklagers gar nicht nothwendig sondern das betreffende Gericht selbst von Amtswegen zu deren Verfolgung berechtigt und verpflichtet sein solle 21).

Naarmate dit volksbegrip (nl. dat het inbrengen eener aanklacht een verachtelijk werk was), aldus Jansma van der Ploeg, dieper wortel schoot, in die mate ontstond de behoefte aan het opsporen van misdrijven op gezag van hooger hand, en gevoelde de staat zich gedrongen, ter voorkoming van het straffeloos plegen van misdaden, waardoor het wezen van den staat zelf bedreigd werd, ambtshalve tusschen beide te treden daar, waar het beginsel van vrije aan klacht werkeloos bleef22).

20) C. J. A. mlttermaier. Das deutsche Strafverfahren. I. Heidelberg, 1845, bladz. 51/2.

21) Gustav Geib, t.a.p., bladz. 515/525.

22) G. L. Jansma van der Ploeg. Ibidem, bladz. 111.

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