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Nu blijft dit bezwaar over, dat de Constitutie eerst afkomstig is van Frederik II. Men zou zoodoende tot de conclusie kunnen komen, dat de inquisitio die wij hier aantreffen, die uit het Canonieke proces is en dat omgekeerd Frederik II in deze wet de nieuwe pauselijke schepping in het Siciliaansche recht heeft overgenomen. Schmidt bewijst echter het bestaan van de inquisitio op veel oudere plaatsen van de Constitutiones Melfi en komt dan tot de slotconclusie:

... dasz wir in den Constitutionen der Hohenstaufen eine Sanction alten normannischen Rechts und damit die eigentliche Quelle der innocentinischen Decretalen vor uns haben106).

Lijnrecht tegenover RlCHARD Schmidt staat Hans von Voltelini in zijn beweringen. Wij laten de kern van zijn betoog hieronder volgen:

Schmidt sieht diese (die Quelle aus der Innocentius schöpfte) vielmehr im sizilisch-normannischen Rechte, dasz Innocenz schon wegen seiner Beziehungen zu Sizilien als Vormund Kaiser Friedrich II bekannt gewesen sei. Indes wird man ihm darin kaum zustimmen, denn das Inquisitionsverfahren ist nach normannischen und sizilischen Rechte doch wesentlich anders geordnet. Da gab es eine Inquisition zur Erkundung des übel Beleumundeten. Wurde ein solcher dabei durch zehn Zeugen überführt, so konnte er sofort gerichtet werden, da war also gerucht nicht Voraussetzung des Strafverfahrens.

Wurde er nicht überführt, so kam es zu einem zweiten Verfahren und Urteil über ihn. Woran Innocenz in Wahrheit anknüpfte, liegt doch viel naher, als Schmidt ersucht. Das altere kanonische Recht, auf das schmidt selbst hinweist, legt den a populos accusatus, also übel Beleumundeten einen Reinigungseid auf107). Begreiflich wenn Innocenz unter den Einflusz des römischen und des italienischen Statutarrechtes den Reinigungseid durch richtsliche Untersuchung ersetzte und daher die Inquisition an das Bestehen eines Gerüchtes knüpfte 108).

108) RlCHARD SCHMIDT. Die Herkunft des Inquisitionsprocesses, bladz. 114; verschenen in: Festschrift der Albrecht-Ludwigs-Universitat in Freiburg, 1902. Zie ook diens: Königsrecht, Kirchenrecht und Stadtrecht beim Aufbau des Inquisitionsprozesses: verschenen in: Festgabe der Leipziger Juristenfakultat für Dr. Rudolph Sohm, 1915.

107) Bedoeld is: c. 5, Causa II, qu. V, vgl. bladz. 78.

108) Boekbeoordeeling. Zeitschrift für Rechtsgeschichte. Germ. Abt. Dl. 25, bladz. 349.

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